Geschichten aus dem Familienleben mit einem Mann, drei Halbwüchsigen, einem erwachsenen Sohn, einer Schwiegertochter, zwei Enkelkindern, einem Hund, dem schönsten Beruf der Welt, einem inzwischen sehr kleinen Garten, einer Nähmaschine, einigen Stricknadeln, Filzwolle, ...

Montag, 28. März 2016

Ostergruß



Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert` hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.
Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!
(Emanuel Geibel)

Ostern - das Fest für 2016 ist um diese Zeit fast Vergangenheit. Nur noch 2 Stunden zählt der Tag. Aber Ostern ist ja eigentlich ein Beginn. 
Manchmal ist die Passionszeit besonders ausgeprägt. Vielleicht ist es auch eine Frage des eigenen Alters und des eigenen Entwicklungsprozesses, dass die Passionszeit so intensiv erlebt werden muss. In einem Text zu Ostern 2016 las ich den Gedanken: Ostern ein Fest der Querdenker. Gegen den Strom, gegen das Gewohnte, gegen das Erwartete denken. Ostern - ist quer zu allem, was man natürlicher Weise erwarten würde: Denn dass ein Toter wieder lebendig wird, ist ja wirklich total gegensätzlich zu allem, was der Lebenserfahrung und dem gewohnten menschlichen Sein entspricht. Ostern ist also eine Möglichkeit die gewohnten Denkhorizonte zu überschreiten, die alten Denkgewohnheiten zu erweitern und sie zu verlassen. Ostern ist auch das Fest, das zur Vergebung aufruft. Was ist im Leben ist Kismet - also Schicksal und was ist wirklich Schuld? War Judas schuldig? War Petrus in Verräter? - Gebe es Ostern ohne Schuld und Verrat?
"Friede sei mit Euch!" - den österlichen Gruß aus tiefstem Herzen aussprechen zu können, das ist wohl das größte Ostergeschenk - allen Ängsten, Schmerzen, Befürchtungen, ja auch allen Konventionen zum Trotz. Daran musste ich ganz schön üben. 
Ein Trost und Kraft- und Mutquell war die wunderbare Musik, die ich am Karfreitag von Duo Virtuosi Animati  und heute auf Orgel und Oboe in der Klosterkirche in Sankt Peter hören konnte. Vor allem Bach hat mich getragen.
Ich wünsche Euch nach diesem Auferstehungsfest 2016 einen Frieden, der durch das Jahr tragen kann. Und ich hoffe, dass mein schwer errungener innerer Frieden jetzt mal ein bisschen bestehen bleibt.

Mein Schokohase kann jedenfalls lächeln...



...in dem Sinne:
Möget Ihr in der kommenden Zeit immer wieder friedvoll lächeln können und mögen Euch viele friedvoll lächelnde, quer zum Gewohnten lebende Menschen begegnen, damit Ostern immer wieder im Kleinen stattfindet.







Sonntag, 13. März 2016

Sonntagsfreude

Nachdem wir hier im neuen Zuhause jeden Tag den Luxus des warmen Hauses ohne unser Dazutun und des warmen Wassers aus der Wand genießen (in dem alten Bauernhaus, in dem wir zuvor wohnten, war dies nicht selbstverständlich), freuen wir uns doch immer wieder am echten Feuer des Wohnzimmer-Schwedenofens.


Ich möchte die offenen, verständnisvollen, warmherzigen allabendlichen "Sofa-Gespräche" am Schwedenofen mit meinen Mann nicht mehr missen. Und natürlich das Meine dazu beitragen. Mehr noch als das wärmende, flackernde Ofenfeuer sind sie immer wieder meine Sonntagsfreude..,
vor allem nach dem in den Zeiten meiner schweigsamen Bloggerzeit nicht immer ganz klar war, ob es ein gemeinsames Weiter gibt.

Donnerstag, 10. März 2016

Schreibpause

Eine Schreibpause von über einem Jahr
hat natürlich ihre Gründe...






...aber heute strahlten die Gänseblümchen so schön,
lachten die Buschwindröschen mit der Sonne um die Wette,
und der Löwenzahn wollte selbst Sonne sein:

Eine gute Gelegenheit die lichten Kräfte der Natur
auf mich wirken zu lassen
und auch hier ein
Weiter
zu wagen.