Geschichten aus dem Familienleben mit einem Mann, drei Halbwüchsigen, einem erwachsenen Sohn, einer Schwiegertochter, zwei Enkelkindern, einem Hund, dem schönsten Beruf der Welt, einem inzwischen sehr kleinen Garten, einer Nähmaschine, einigen Stricknadeln, Filzwolle, ...

Sonntag, 19. Juni 2016

Köstlichkeit

Die Jüngste hat ihre Backfreude entdeckt. Schon früher rührte sie manchmal emsig Kuchenteige.
Nun werden die Rezepte aber ausgefallener. Als eifrige Back-Blog-Leserin ließ sie sich diesmal hier inspirieren. Und anlässlich ihres 13. Geburtstag lud sie zum Giotto-Torten-Essen ein.


Puh! Lecker! Gefährlich lecker sogar!

Jetzt fehlt eigentlich nur noch die "Küchenaufräum-, Geschirrabwasch- und alles ist wieder geputzt-App" auf ihrem Tablet. Diesmal war sie wohl der Meinung, die App heißt Mama. 

Sonntag, 12. Juni 2016

Unaufhaltsam Wachsen

Weiter, immer weiter geht das Leben. Und die Entwicklung dabei ist unaufhaltsam. Das ist auch gut so, wenn auch irgendwie gerade zu wenig Zeit zum Bloggen bleibt.

Das eigene Leben ist schon sehr voll und vieles ist ein innerer Prozess, der nicht in die Weiten des Internets gehört. Irgendwann schaffe ich aber, ein  paar Bilder von unserem wundervollen Urlaub hochzuladen, den wir noch mal als ganze Familie verlebt haben. Unsere Große wird jedoch immer flügger, sodass es wohl wahrscheinlich der letzte Familienurlaub dieser Art war. Es wird wohl nicht mehr lange dauern bis sie, wie ihr ältester Bruder, ganz auf eigenen Beinen steht und hier auszieht.
Doch auch die beiden Jüngsten sind inzwischen Jugendliche. So tobt hier an manchen Tagen der pubertäre Vulkanismus in dreifacher Ausführung. Und an anderen Tagen - oder wenigstens an einigen Augenblicken - lässt sich ahnen, wohin die Herzenssehnsucht und das Weltinteresse sie führen wird. Und wenn sie ihren eigenen roten Faden kurz mal in der Hand halten, sind sie doch ganz verträglich, diese Pubertierenden. Ich bin gespannt, wohin das Leben sie hinführt. Die Große hatte inzwischen ihren zweiten öffentlichen Auftritt mit ihren eigenen Liedern und wird ganz vielleicht auf dem ZMF zu hören sein. Damals träumte sie noch von einem Leben als Musikern und kopierte die Toten Hosen. Hörte sieht sie lange nicht mehr punkig aus, textet und komponiert selbst und ist live echt witzig. Findet jedenfalls die stolze Mutter. ;-)

Und was beim jüngeren Bruder so begann, hat sich auch verändert. Er ist jetzt derjenige, der zwar immer noch das Fahrrad liebt, aber meist hat er jetzt eine Kamera in der Hand und so seine Freunde begleitet. Stundenlang sitzt er dann am Rechner und sichtet das ganze Filmmaterial, schneidet, setzt es neu zusammen. Und ich staune, welche Durchhaltekraft und welche Sorgfalt und welchen Perfektionismus er dabei an den Tag legt. Jetzt hat er das erste Video, dass er mit seinem Freund zusammen gemacht hat, veröffentlicht:



Auf dem sichtbaren Trail-Rad der Freund, an der Kamera Söhnlein, geschnitten und zum Film gemacht alle beide.

Irgendwie schön, wenn die Kinder größer werden, eigene Interessen haben,... Wenn ab und zu das mögliche Leuchten sichtbar wird, gelingt es mir besser, den täglichen Vulkanismus mit Humor zu nehmen.




Montag, 28. März 2016

Ostergruß



Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert` hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.
Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!
(Emanuel Geibel)

Ostern - das Fest für 2016 ist um diese Zeit fast Vergangenheit. Nur noch 2 Stunden zählt der Tag. Aber Ostern ist ja eigentlich ein Beginn. 
Manchmal ist die Passionszeit besonders ausgeprägt. Vielleicht ist es auch eine Frage des eigenen Alters und des eigenen Entwicklungsprozesses, dass die Passionszeit so intensiv erlebt werden muss. In einem Text zu Ostern 2016 las ich den Gedanken: Ostern ein Fest der Querdenker. Gegen den Strom, gegen das Gewohnte, gegen das Erwartete denken. Ostern - ist quer zu allem, was man natürlicher Weise erwarten würde: Denn dass ein Toter wieder lebendig wird, ist ja wirklich total gegensätzlich zu allem, was der Lebenserfahrung und dem gewohnten menschlichen Sein entspricht. Ostern ist also eine Möglichkeit die gewohnten Denkhorizonte zu überschreiten, die alten Denkgewohnheiten zu erweitern und sie zu verlassen. Ostern ist auch das Fest, das zur Vergebung aufruft. Was ist im Leben ist Kismet - also Schicksal und was ist wirklich Schuld? War Judas schuldig? War Petrus in Verräter? - Gebe es Ostern ohne Schuld und Verrat?
"Friede sei mit Euch!" - den österlichen Gruß aus tiefstem Herzen aussprechen zu können, das ist wohl das größte Ostergeschenk - allen Ängsten, Schmerzen, Befürchtungen, ja auch allen Konventionen zum Trotz. Daran musste ich ganz schön üben. 
Ein Trost und Kraft- und Mutquell war die wunderbare Musik, die ich am Karfreitag von Duo Virtuosi Animati  und heute auf Orgel und Oboe in der Klosterkirche in Sankt Peter hören konnte. Vor allem Bach hat mich getragen.
Ich wünsche Euch nach diesem Auferstehungsfest 2016 einen Frieden, der durch das Jahr tragen kann. Und ich hoffe, dass mein schwer errungener innerer Frieden jetzt mal ein bisschen bestehen bleibt.

Mein Schokohase kann jedenfalls lächeln...



...in dem Sinne:
Möget Ihr in der kommenden Zeit immer wieder friedvoll lächeln können und mögen Euch viele friedvoll lächelnde, quer zum Gewohnten lebende Menschen begegnen, damit Ostern immer wieder im Kleinen stattfindet.