Freitag, 5. November 2010

Waren nicht eben ...

die Temperaturen unvorstellbar warm,

die alten Gemäuer beeindruckend und geschichtsträchtig,

die Feigen süß und saftig,

der Granatapfel noch nicht reif,

der Sonnenuntergang nach 22.00 Uhr,

der Blick für die Romantik des Augenblicks nicht verstellt,

und die Felsen wild zerklüfet.

Waren nicht eben noch Sommerferien?


Wo ist die Zeit nur schon wieder hingerannt? - Die Herbstferien sind gleich vorbei...
und noch soooooooooo viel Ideen, die ich so gerne umsetzen möchte.
Wo ist der Keil für den Tag, damit da noch ein paar Stündchen dazwischen geschoben werden können.

Donnerstag, 12. August 2010

Kurz vor Schuljahresende

bei Familie Lehrer.
Vater und Mutter sind dem Zeugnisschreib-Wahn verfallen. (Bei Waldorfs sehr ausgeprägt. Ich habe mir sagen lassen, dass manch einem in dieser Zeit so gar das Klopapier ausgeht, weil sie nicht zum Einkaufen kommen...) 
Also übernehmen die Kinder den Haushalt. Als erstes haben sie das lästige Ausräumen des Geschirrspülers revolutioniert - mit der Kinderschubkarre aus dem Garten.



Habe heute erst das Foto auf dem Fotoapperat wiedergefunden.
Der war auf meinem Schreibtisch vergraben. Warum wohl?*lol*






So, nun noch die tausend angefangenen Dinge fertig (Mein Anteil für das Tauschpäckchen ist zum Glück schon los und ich habe gerade noch ein paar schöne Ideen für den Austausch)

und dann noch das Häuschen fein geputzt und dann geht es auf nach Spanien.

Sonntag, 18. Juli 2010

Erstens kommt es anders...

ach, irgendwie sollte ich zur Zeit nichts planen.
Immer, wenn ich meine, da könnte ein kleiner Freiraum entstehen
und ich könnte mich mal endlich diesen wunderschönen Rosenstoffen auf meinem Nähtisch widmen, kommt etwas dazwischen.
Am letzten Montag waren es ein paar heftige Windstöße, die Teile des Daches auf unser Auto deckten.


Auto kaputt
Dach mit Loch
Feuerwehreinsatz
nasser Dachboden
nasses Meditationszimmer
viel Arbeit
und der Freiraum dahin.

Aber es kann ja nur besser werden.
In 9 Tagen  sind Sommerferien,
da nehme ich mir Zeit,
komme was da wolle
und deshalb bin ich bei Judith 
mal eben auf den letzten Drücker in den Tauschlust-Karton


gehüpft. Ach, ich freu mich!!!
Mal sehen, was von mir in den Tauschkarton kommt.

Samstag, 10. Juli 2010

die kleine Ahnin

Enkel von ahdt. eninchili - der kleine Ahn


Sie ist da!!!
Unsere kleine, zarte, goldige Enkelin, eine PAULA.


und ich erahne ein klein wenig vom eben begonnenen Abenteuer Groß - Eltern zu sein.

Sonntag, 23. Mai 2010

Waschtag

Heute hatte sich Söhnlein Brillant angemeldet, um uns zu besuchen. Er hatte am Dienstag Geburtstag und wünschte sich ein kleiners Grillfest. Während der Grill vor sich hin glühte und die Würstchen brutzelten, holten wir die Babyausrüstung vom Dachboden.
Wiege, Kinderbettchen und Kartons voller Stoffwindeln, Wollüberhosen und putzige Babysachen.
Ich hatte ja seinen ersten Strampler aufgehoben und dieser wurde nun freudig mitgenommen.
Leider hat einiges den Motten zu gut geschmeckt :-( , so dass ich manches wegwerfen musste.
Alle Wollsachen, die noch in Ordnung waren, habe ich dann gleich durchgewaschen und zum Trocknen aufgehangen. So hingen da in der herrrlichen Sonne ein Pucksäckchen, mehrere Wollüberhosen, ein Wollschlafanzug und noch ein paar Hemdchen und Bodies in Zwergengröße.

Töchterlein meinte dann: "Sieht aus als wenn wir Nachwuchs bekommen."
- Ist ja auch so! Nur halt in der nächsten Generation.

Samstag, 22. Mai 2010

Somewhere over the rainbow

oder warum ich so lange stumm war.

In der Zeit zwischen den Osterferien und der vergangenen Woche war ich ganz mit Regiearbeit und Proben beschäftigt. Die Kinder meiner Klasse hatten im Handarbeitsunterricht und im Werken Marionetten angefertigt. Vorher hatten wir den Zauberer von Oz gelesen. Jedes Kind hat sich eine Figur ausgesucht und diese dann als Marionette gestaltet.
Dann musste aus der Geschichte noch ein Marionettenstück werden. So habe ich alles passend geschrieben.
Ja und nun hieß es proben, proben, proben...

Am vergangenen Sonntag war Aufführung auf unserer selbstgebauten Marionettenbühne und am Mittwoch hatten wir noch ein Gastspiel in einem anderen Saal. Das war ganz schön Arbeit mit dem Umzug, vor allem die Lichtanlage hat mich ganz schön Nerven gekostet.

Aber die Kinder dann spielen zu sehen und sprechen zu hören hat alle Mühe vergessen lassen.
Und ich war nicht einmal erschöpft, sondern richtig erfüllt.

Und Marionettentheater macht Spaß.
Ich würde gern öfter spielen. Mal sehen!

Samstag, 3. April 2010

Karsamstag - Nach grüner Farb mein Herz verlangt

Willst du für einen Tag glücklich sein,
betrinke dich,
willst du für drei Tage glücklich sein,
schlachte ein Schwein,
willst du ein Jahr lang glücklich sein,
heirate
willst du aber für den Rest deines Lebens
glücklich sein,
werde Gärtner.
  chinesisches Sprichwort             



Herzliche Ostergrüße
aus dem Garten





Ich habe heute zwar wieder nichts von den Dingen geschafft, die ich mir erträumt habe (ich wollte eigentlich filzen), aber die Sonne lachte am Nachmittag noch zwischen den Regenwolken so schön, dass es mich in den Garten zog.
Meine beiden kleinen Helfer hatten ebensolche Freude wie ich am Kruschteln und Fegen und frühlingsfein machen. Nun lachte uns alles fröhlich an und die letzten Bätter des Herbstes und Tannennadeln des Winters und das Sägemehl vom vielen Holz machen für unsere Öfen, das irgendwie in jeden Zwischenraum gekrochen war, sind weggefegt.
Unser Waldsammelssurium (Söhnlein findet immer die tollsten Schätze), die Tonscherben, die unsere Tochter auf dem Weg beim Schulausflug zu einer Töpferei aufgelesen hatte und die Steine mit den tollsten Mustern und Farben, die beim Wandern die notwendige Bodenhaftung gaben, sind neu arrangiert.


Und selbst der Gemüsegarten sieht aus der richtigen Perspektive fast schon bewirtschaftet aus.


Im vierten Jahr nun trotzen wir der Wildnis dieses Stück Garten ab. Im ersten Jahr halfen zwei Ziegen den totalen Wildwuchs zu zähmen, aber es blieb eine Wiese. Im zweiten Jahr siegten die Kürbisse und teilten sich nach zwei Wochen Abwesenheit in den Pfingstferien den Garten unter sich auf. Im letzten Jahr wähnte ich mich bereits als Herrin über Kartoffeln, Bohnen, Himbeeren und Erdbeeren, Gurken, Zwiebeln, Mais, Paprika,...vielerlei Kräutern und allen Regenwürmern - bis mich eine Wundrose gleich zweimal umschmiss und das Unkraut wieder in aktive Opposition zu mir ging.  Mal sehen, wie es dieses Jahr wird.
Ich träume von einem urigen Bauerngarten.

Aber erst einmal lausche ich dem Läuten der Kuhschellen.


Und zum Abendbrot gibt es Bärlauchbutter, vorhin an der Kräuterspirale geerntet.


Unseren Hasen habe ich auch gut gefüttert.
Er war so schnell am Fressen, dass jedes Bild unscharf wurde.
Sicher hat er heute noch was größeres vor.
Schließlich sind die Eier im Kühlschrank noch weiß und braun. ;-)




Frohe Ostern!


Freitag, 2. April 2010

Verschmort

In den letzten Tagen bloggte ich unsichtbar - also nur in Gedanken.
Die Tage sind einfach zu kurz. Fast scheint es, als fehle die geklaute Stunde der Sommerzeit täglich auf's Neue. So fehlte mir auch die Zeit zum Schreiben, denn der Alltag ist pralle voll:
  • Marktstand mit der Klasse
  • Kulissen malen für das Marionettenspiel meiner Klasse
  • der Garten ruft und ruft und irgendwie wachsen Löwenzahn und seine Freunde schneller als meine Kulturpflanzen; der Salbei war der Meinung, die Kräuterspirale gehört nur ihm
  • die Lymphtermine belegen die Nachmittage
  • Arzttermine 
  • das viele Liegengebliebene aufarbeiten
  • langsam die Babysachen für unser Enkelchen rauskramen
  • ...

Die Liste ließ sich fast endlos fortsetzen, so dass ich noch gar nicht wirklich merke, dass gerade Ferien sind. Aber mir zur Freude habe ich wieder einiges zu Nähen begonnen............. bis ich zurück ins Arbeitszimmer kam und mich über den verschmorten Plastikgeruch wunderte. Mein Mann hatte sofort das Netzteil seines Rechners im Verdacht und hat munter den Kasten auseinandergeschraubt. Ich setzte mich an die  Nähmaschine, trat aufs Pedal....... und nichts passierte. Wieder versucht. Nichts! Es fühlte sich merkwürdig an. Nachdem ich an der Nähmaschine schnupperte, eine bestimmt schon 15 Jahre alte Singer Concerto, war mir klar, dass der Geruch von der Nähmaschine kam. Der Pneu-Überträger war geschmolzen.


Drückt mir bloß die Daumen, dass das Teil auch die Ursache war. Dann kann mein Mann die Maschine hoffentlich Dienstag reparieren. Mir ist doch gerade nach Nähen zu Mute.

Und nach Fotografieren. Aber unsere Digitalkamera ist ein materialisierter Albtraum. :-(

Samstag, 20. März 2010

Einen Mantel für Emil



















Seit einiger Zeit versuchten unsere Kinder, mich zu überzeugen, dass die Emil-Flaschen viel toller, besser, schöner, praktischer,....sind als die große Sammlung ungeliebter Trinkbehälter, die ständig meine Küchenschrankordnung ruiniert. Vor allem, weil bei der einen Flasche die Dichtung fehlt, bei der nächsten schließt der Deckel nicht mehr richtig... "Und überhaupt, Mama, die Flaschen sind eklig!" - Da ist schon was dran.

Also hat jedes Kind jetzt seine Emil-Flasche.
Aber die  bei den Umhüllungen hatten sie spezielle Wünsche.  (Und bitte selbstgemacht!)
Beim  Zusammennähen des ersten Bezugs bin ich beinahe an der letzten Naht gescheitert.



Bei der Kuh-Umhüllung ging es dann schon besser...Learning by Doing.... Wahrscheinlich wäre es schlauer gewesen, ich hätte mir erst einmal einen richtigen Schnitt gemacht. Aber mein zweiter Vorname ist immer noch:" Schnell-drauf-los"









Jetzt fehlt nur noch die Dritte und Letzte...

* * *
Na ja, ich gestehe, ich lege mir auch noch so eine Flasche zu und nähe ihr eine witzige Hülle. :-)

Samstag, 6. März 2010

Da ist er also wieder



... und mit großer Kraft zurückgekehrt, der Winter, den ich doch so gern schon vergangen und überwunden gewusst hätte. Habe ich nicht in der vergangenen Woche, wenn auch warm bejackt, in der Sonne gesessen, Tee getrunken und den Frühling greifbar nah gewähnt?
Es schien so klar. Der Sturm am vergangenen Wochenende hatte die kalten Luftmassen davongepustet und leider gleich noch Nachbars Apfelbaum mit umgekippt. Und dann kam die Sonne und die Krokusse und Narzissen schoben ihre Blätter heraus. Die Schneeglöckchen läuteten schon leise mit ihren Glöckchen. Frühling!



Nun steht ein frisch gerolltet Schneemann in der Einfahrt. Und beim abendlichen Spaziergang biss die kalte Luft nicht nur in die Nase, sondern machte die Finger so kalt und steif, dass das Fotografieren mit unserem schwächelnden Fotoapperat noch weniger Freude wie sonst machte.
Er meint es wirklich noch Ernst, der Winter.

Zu früh gefreut!



Wie so oft auf dem eigenen, ganz persönlichen Entwicklungsweg...

Da wiegte ich mich  oft schon in dem Glauben, etwas überwunden oder endlich eine neue Gewohnheit gebildet zu haben. So schwer war es also doch nicht...
aber dann! Das plötzliche Erwachen am eigenen Unvermögen, am doch noch nicht Können. Meist just in dem Moment, wo ich mich sicher wähnte. Und der erste Stolz sich einschlich:
Schau her Welt, ich kann es doch! -
Genau dann: Bumms!
Vielleicht ist es dann eine Prüfung. Bin ich wirklich schon reif? Habe ich genug geübt und Kräfte gesammelt, damit etwas Neues entstehen kann? Oder war das alles nur ein Strohfeuer?
Ein Frühlingswind im Winter?

Dann hadere ich mit mir, meinem vermeintlichen Rückschritt.

Vielleicht sollte ich beim Frühling in die Lehre gehen?
Er kommt sicher, auch wenn es ihm beim ersten Anlauf nicht gelingt.
Sagt nicht, dann probiere ich es nicht noch einmal.

Vielleicht sollte ich auch einfach nicht so streng mit mir sein...


 

Und der Abendhimmel lässt doch erahnen, dass die Sonne bald wieder mehr Kraft hat.

Ich wünsche Euch allen einen lauen Frühlingswind um Herz und Nase oder  wenigstens das Bewahren des Glaubens daran!


Sonntag, 28. Februar 2010

SturmStinas Strickkleid

Hier braust seit heute morgen ein munterer Wind. So haben wir uns das mit dem Sonntagsspaziergang trotz der Sonne anders überlegt. Ein drinnen Sonntag...
Leider ist mir gestern beim Nähen eines Recycling-Oberteiles die letzte Nähmaschinennadel abgebrochen. So liegt wieder etwas Unfertiges herum. hach, irgendwie ärgerlich, denn  es hatte mir so in den Fingern gejuckt, etwas Neues auszuprobieren.

Zum Glück brechen Stricknadeln nicht so leicht ab. So habe ich wenigstens das Kleid für unsere Jüngste fertig bekommen. Wir mussten uns nur beim Fotoschooting sehr beeilen, denn der Wind war ihr doch sehr unheimlich und es ließ sich schlecht Luft holen.
So ein ähnliches Kleid hatte ich in Brügge in einem Schaufenster entdeckt. Die richtige Wolle dafür gab es auch in Brügge in einem Handarbeitsladen. Nur das rechte Strickmuster und die passende Anleitung war es nicht zu finden. Aber zum Glück gibt es ja das Internet.
Hier http://www.garnstudio.com/lang/de/visoppskrift.php?d_nr=b18&d_id=9&lang=de fand sich eine Anleitung, die meinem Gesuchten nahe kam. Ich habe sie dann nur der Größe und dem Alter entsprechend abgewandelt. Ein paar Pulswärmer fielen gleich auch noch ab.
Ärgerlich nur, dass man beim Perlmuster den Unterschied zwischen dem Rundgestrickten vom Rock hoch und dem anschließenden Weiterstricken nach dem Teilen auf den Nadeln sieht. Ich hätte nicht gedacht, dass das so verschieden herauskommt.




 

Samstag, 27. Februar 2010

Frühlingsahnung

Vorfrühling


Stürme brausten über Nacht,
und die kahlen Wipfel troffen.
Frühe war mein Herz erwacht,
schüchtern zwischen Furcht und Hoffen.
Horch, ein trautgeschwätz'ger Ton
dringt zu mir vom Wald hernieder.
Nisten in den Zweigen schon
die geliebten Amseln wieder?

Dort am Weg der weiße Streif -
Zweifelnd frag' ich mein Gemüte:
Ist's ein später Winterreif
oder erste Schlehenblüte?

Paul Heyse




Warten auf den Frühling                     

Wie die Zeit vergeht... Eben trug das Vogelhäuschen noch eine dicke Schneemütze, schon nutzen die Kinder das Fensterbrett wieder als Sonnenbänkchen.
Der sonnige Tag heute war nach dem stürmischen Tag gestern und dem Regen ein richtiger Lichtblick. Ein Ahnen, dass sich auch nach diesem Winter ein neuer Frühling zeigen wird.
Es war so viel in letzter Zeit. - Vor allem die tägliche Lymphdrainage und das Bandagieren machen den sowieso schon vollen Tag noch viel voller. So bleiben viele Ideen nur Ideen bis sie dann mehr und mehr verblassen und ganz verschwinden. Schade!

Aber wenigstens ist mein Nähtischchen jetzt fertig.

 

meine neue Handarbeitsecke     
    

Vielleicht sollte ich einfach mal zur Abwechslung nicht so ungeduldig mit mir sein?! Wenn das doch leichter wäre, Geduld zu üben... Vielleicht sollte ich meine Kinder fragen, ob da auf der Sonnenfensterbank noch ein Plätzchen für mich frei wäre.


Die Bordüre an der blau lasierten Wand besteht aus Knöpfen. Ich liebe Knöpfe. Und meine Knopfkiste quoll schon über. Jetzt lachen die Knöpfe mich jeden Tag an, denn wenn ich den  Drehstuhl vom Nähtischchen umdrehe, sitze ich an meinem Schreibtisch und kann Unterrichtsvorbereitungen machen.
Knöpfe sind so schön... Als Kind habe ich oft mit ihnen gespielt. Dann war ein größerer Knopf der Vater, ein besonders schöner, heller, freundlicher Knopf die Mutter und es gab jede Menge Kinder, fröhliche, glückliche Kinder mit dem Kopf voller verrückter Ideen und Haustiere vielerlei Art. Meine ganz besondere kindliche Knopftraumwelt...

Samstag, 13. Februar 2010

erste kleine Zauberei

So, nun habe ich es endlich geschafft, meine Hausaufgaben in Cornits Filzzauberschule zu erledigen. Und es hat richtig Spaß gemacht. Der Knötchenstich ist mein neuer Lieblingsstich.

Jetzt muss hier nur noch jemand anklopfen, dem die Blümchenzipfelmütze passt. Vielleicht ein Zwerg? Oder ein Puk, den passenden unaufgeräumten Dachboden hätten wir jedenfalls. Und ich würde ihm immer Grütze kochen mit einem extra Klecks Butter.


Aber unser chaotisches Arbeiszimmer nimmt langsam aber sicher eine neue Form an. Statt zwei Schreibtischen nebeneinander ein großer Schreibtisch, an dem wir uns gegenüber sitzen können. Dadurch entstand Platz für einen Nähtisch. Und da ja ein Schreibtisch über ist, war der Nähtisch auch gleich gefunden. Freu, freu, freu!!!

Ich kann jetzt die Nähmaschine aufgebaut lassen. Das ist so toll! Bisher habe ich sie immer auf dem Esstisch aufgebaut und musste immer alles wiederwegräumen. Da habe ich es mir zehnmal überlegt, ob ich wirklich nähen wollte. Meistens habe ich mich dann dagegen entschieden. Das wird jetzt gaaaaaaaaaaaaanz anders.

Nun müssen nur noch drei Kisten Gerümpel sortiert werden.
Irgendwie vermehrt sich das Papier auf meinem Schreibtisch im Minutentakt.

Montag, 8. Februar 2010

butterfly-chicken

Mir war nach Farben, nach frühlingszarten Farben. Deshalb habe ich mich mal am Patchworken und ersten Quilten versucht. Entstanden ist das

butterfly-chicken



Ich bin eine scheußlicher Handnäherin, naja, die nächsten Nähte werden vielleicht gerader...


Eigentlich sollte es am Esszimmerfenster landen. Doch unsere Jüngste kam mit selbstausgeschnittenen Schneesternen, die nun erst einmal einen Platz am Fenster gefunden haben. So ist es doch noch ganz winterlich bei uns.


Dienstag, 2. Februar 2010

Wenn ich ein Vöglein wär

 

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen,  Bauch an Bauch.
    
Der Erich rechts und links der Franz   
und mittendrin der freche Hans.
     
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber,  da schneit es, hu!
    
Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat's niemand nicht.
    
Sie hör'n  alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind,  so sitzen sie noch.

 (Christian Morgenstern)



Nun, wie es aussieht sind sie doch gerade weg.
Doch sie haben das Futterhäuschen schon sehr genossen...
und nicht nur Erich, Franz und Hans waren da, sondern auch einige Blaumeisen und ein Eichelhäher und noch ein paar Gesellen, für die ich erst mein Vogelbuch bemühen müsste.


 






Sonntag, 31. Januar 2010

Zorn

Wo kam er bloß her, all dieser Zorn in mir?
Eben schien noch alles in Ordnung... und plötzlich überfraute mich ein Grollen, wild wie ein ungezähmtes Tier. Zorn, so viel Zorn. 

Zorn ist die Hölle, Sanftmut der Himmel, die Mitte zwischen beiden ist diese Welt. (Luther?)
Wo bin ich dann also hingeraten? 
Jedenfalls sehr weit weg vom Himmel und von mir selbst.
Warum sog mich der Zorn immer weiter in seinen Strudel, ließ mich Worte sagen, Dinge tun, . die so gar nicht mir entsprechen. Oder, meine ich nur, dass sie mir nicht entsprechen.

Beim Zorn .. speist sich ..aus der Versagung eines Anspruchs oder Bedürfnisses (heißt es bei wikipedia) 
Hier liegt wohl der Schlüssel für meinen Zorn... 
Denn wieder einmal mehr bin ich über meine Bedürfnisse hinweggegangen, habe sie selbst nicht bemerkt oder mich nicht gewagt, sie zu bemerken und als ich sie endlich nicht mehr ignorieren konnte, war ich nicht mehr in der Lage, sie zu äußern. Statt dessen geriet ich in Zorn, Zorn der noch mehr zerstört. Zorn über mich selbst, die Welt, Drachenzorn.

War ich der Meinung, sanftmütig sein zu müssen und hatte ich die Sanstmütige nur gespielt, so gar vor mir selbst?
Lege dir ferner einen Vorrat an Ruhe und Sanftmut an in der Zeit, da du ruhig bist und keinen Anlaß zum Zorn hast, indem du alles, Großes und Kleines, so ruhig und sanft wie möglich sagst und tust. Erinnere dich, daß die Braut im Hohen Lied den Honig nicht nur auf der Zunge und auf den Lippen hat, sondern auch im Herzen (Hld 4,11), (schreibt Franz von Sales)

Einen Vorrat an Sanftmut? 
Ich glaube, ich habe bisher immer wieder mehr Sanstmütigkeit nach außen gekeht als ich in mir hatte. Wie also kann ich mir einen Vorrat an Sanftmut zu legen, damit mein Zorn mich nicht wieder überrennt und die Feuerpferde mit dem Drachenkopf mit mir durchgehen? Woher kommt dieser Vorrat?
Ich muss wohl wacher für mich selbst sein, milder mit mir und früher für mich sorgen. Nicht mein Füllhorn bis auf den Grund in die Welt entleeren und mich anschließend wundern, wenn ich in der Leere, mich selbst verliere.

Vielleicht sollte ich tanzen, wenn der Drachen in mir wächst?









Vielleicht reicht auch spazieren gehen manchnmal aus.
Während meines nächtlichen Spaziergangs habe ich gemerkt, wie heilsam die dicke Schneedecke ist, die nun endlich auch im Süden die Welt verzaubert hat. Selbst der Herz-Baumstumpf, den mein Sohn aus dem Wald heimgeschleppt hat, trägt einen weißen Mantel. Vor Zorn hatte ich für diese Zauberwelt vorher gar keinen Blick...



Freitag, 29. Januar 2010

Geschenke

Hochzeitstag - mitten in der Woche 21 Jahre miteinander verbunden sein. 21 Jahre voller Entwicklung, mit Höhen und Tiefen. Drei mal sieben Jahre. Die Siebenzahl als Zahl der Wandlung und das gleich drei mal.
Fast schien es so, als würde der Tag so ganz ohne Highlight verstreichen. Wir hatten so gar nicht dafür gesorgt, dass der Tag eine Überraschung bereithält. Aber, dann hielt das Leben selbst überraschende Geschenke bereit. - Zum Glück habe ich sie nicht übersehen vor lauter Unmut über meine eigene Unkreativität.

Gerade als der Mißmut über mich selber mir langsam, aber sich den Rücken hinab kroch, rief das älteste Töchtlerlein seine beiden jüngeren Geschwister ins Kinderzimmer. Dann hörte man auf der  Geige die Bauernkantate von Bach erklingen und nach einer kurzen Probe erschienen die drei im Esszimmer und brachten uns ein Ständchen. Zur Musik hatte sie folgenden  Text gedichtet:


Mama und Papa sind jetzt 21 Jahre zusammen!
Es ist 21 Jahre her als sie das erste Kind bekamen.
Das Kind ist jetzt schon alt
und wird auch Papa sehr, sehr bald.
Der Papa macht schon Cappuccino
und ich spiel' Violino,
denn wir feiern jetzt ein Fest
und Kuchen bleibt nun auch kein Rest!

Da löste sich der Knoten aus überhöhten Erwartungen an mich, an meinem Mann und ich musste einfach gleichzeitg lachen und weinen. Nach dem wir uns dann entschieden hatten, wenigstens Kuchen zum Tee und Cappuccino zu holen, war ich bereits mehr als versöhnt mit diesem besonderen Tag. So einfach sind die kleinen Freuden manchmal.
Und so schwer fällt es mir immer noch, in mich hineinzulauschen und meine Bedürfnisse wahrzunehmen.

Doch der Abend klang sehr besonders aus. Ein kurzer Anruf und die Mitteilung über ein besonderes Konzert am Abend. Aber wir hatten doch keinen Kinderhüter! Allein gehen am Hochzeitstag passte mir nicht. Nach einer kurzen Beratung erklärte die Älteste, wenn alle im Bett wären, könnten wir doch ausnahmsweise zusammen fahren.

So hörten wir Lieder von Mordechaj Gebirtig, einem Künstler aus Krakau, der das Leben im Shtettl in vielen jiddischen Liedern beschrieben hat. Eine faszinierende und erschütternde Reise in eine untergegangene Kultur.







Zwischenstation einer am 27.1.1989 begonnenen gemeinsamen Lebensreise.
Ich bin gespannt, wie es weiter geht -
jetzt, wo unsere Ehe nach altem Schauen VOLLJÄHRIG  ist.................

Sonntag, 24. Januar 2010

Einer dieser Tage

Nach einer recht schlafarmen Nacht und frühen munteren Kindern am Bett, überschlagen sich die Möglichkeiten Gelassenheit zu üben. Erst habe ich auf nüchternden Magen festgestellt, dass die Bank versehentlich die neuen EC Karten und die Visa Karte gesperrt hat, d. h. ich komme weder zu Bargeld, noch kann ich mit Karte zahlen in nächster Zeit. Wird wohl eine sehr sparsame Woche!
Ja, und nun ist noch unsere Jauchegrube voll und beginnt, über zu laufen. Sonntag ist dafür natürlich bestens geeignet. Welch Überraschung hält dieser Tag heute noch bereit?

Samstag, 23. Januar 2010

Freu, freu, freu

Ich filze wieder und ich geh sogar in die Zauberschule.



Aller Anfang ist schwer

 
Zwergenauflauf auf dem Nachspeicherofen, die Gesellen
mussten schnell noch trocknen bevor sie mit in die Schule kamen.




Also gut, ich wage mich unter die Blogger, als absolute beginner...

Ich kann mich ja nicht nur von Euch bereichern und beflügeln lassen und unsichtbar bleiben! Obwohl,manchmal bin ich ganz gern unsichtbar.
Nun ja, gut Ding will Weile haben. So versuche ich also geduldig mit mir zu sein, mich hier reinzufinden, die richtige Taste zu drücken, ... und dann auch noch die richtigen Worten aus den Fingern auf die Tastatur zu schütteln.