Sonntag, 28. Februar 2010

SturmStinas Strickkleid

Hier braust seit heute morgen ein munterer Wind. So haben wir uns das mit dem Sonntagsspaziergang trotz der Sonne anders überlegt. Ein drinnen Sonntag...
Leider ist mir gestern beim Nähen eines Recycling-Oberteiles die letzte Nähmaschinennadel abgebrochen. So liegt wieder etwas Unfertiges herum. hach, irgendwie ärgerlich, denn  es hatte mir so in den Fingern gejuckt, etwas Neues auszuprobieren.

Zum Glück brechen Stricknadeln nicht so leicht ab. So habe ich wenigstens das Kleid für unsere Jüngste fertig bekommen. Wir mussten uns nur beim Fotoschooting sehr beeilen, denn der Wind war ihr doch sehr unheimlich und es ließ sich schlecht Luft holen.
So ein ähnliches Kleid hatte ich in Brügge in einem Schaufenster entdeckt. Die richtige Wolle dafür gab es auch in Brügge in einem Handarbeitsladen. Nur das rechte Strickmuster und die passende Anleitung war es nicht zu finden. Aber zum Glück gibt es ja das Internet.
Hier http://www.garnstudio.com/lang/de/visoppskrift.php?d_nr=b18&d_id=9&lang=de fand sich eine Anleitung, die meinem Gesuchten nahe kam. Ich habe sie dann nur der Größe und dem Alter entsprechend abgewandelt. Ein paar Pulswärmer fielen gleich auch noch ab.
Ärgerlich nur, dass man beim Perlmuster den Unterschied zwischen dem Rundgestrickten vom Rock hoch und dem anschließenden Weiterstricken nach dem Teilen auf den Nadeln sieht. Ich hätte nicht gedacht, dass das so verschieden herauskommt.




 

Samstag, 27. Februar 2010

Frühlingsahnung

Vorfrühling


Stürme brausten über Nacht,
und die kahlen Wipfel troffen.
Frühe war mein Herz erwacht,
schüchtern zwischen Furcht und Hoffen.
Horch, ein trautgeschwätz'ger Ton
dringt zu mir vom Wald hernieder.
Nisten in den Zweigen schon
die geliebten Amseln wieder?

Dort am Weg der weiße Streif -
Zweifelnd frag' ich mein Gemüte:
Ist's ein später Winterreif
oder erste Schlehenblüte?

Paul Heyse




Warten auf den Frühling                     

Wie die Zeit vergeht... Eben trug das Vogelhäuschen noch eine dicke Schneemütze, schon nutzen die Kinder das Fensterbrett wieder als Sonnenbänkchen.
Der sonnige Tag heute war nach dem stürmischen Tag gestern und dem Regen ein richtiger Lichtblick. Ein Ahnen, dass sich auch nach diesem Winter ein neuer Frühling zeigen wird.
Es war so viel in letzter Zeit. - Vor allem die tägliche Lymphdrainage und das Bandagieren machen den sowieso schon vollen Tag noch viel voller. So bleiben viele Ideen nur Ideen bis sie dann mehr und mehr verblassen und ganz verschwinden. Schade!

Aber wenigstens ist mein Nähtischchen jetzt fertig.

 

meine neue Handarbeitsecke     
    

Vielleicht sollte ich einfach mal zur Abwechslung nicht so ungeduldig mit mir sein?! Wenn das doch leichter wäre, Geduld zu üben... Vielleicht sollte ich meine Kinder fragen, ob da auf der Sonnenfensterbank noch ein Plätzchen für mich frei wäre.


Die Bordüre an der blau lasierten Wand besteht aus Knöpfen. Ich liebe Knöpfe. Und meine Knopfkiste quoll schon über. Jetzt lachen die Knöpfe mich jeden Tag an, denn wenn ich den  Drehstuhl vom Nähtischchen umdrehe, sitze ich an meinem Schreibtisch und kann Unterrichtsvorbereitungen machen.
Knöpfe sind so schön... Als Kind habe ich oft mit ihnen gespielt. Dann war ein größerer Knopf der Vater, ein besonders schöner, heller, freundlicher Knopf die Mutter und es gab jede Menge Kinder, fröhliche, glückliche Kinder mit dem Kopf voller verrückter Ideen und Haustiere vielerlei Art. Meine ganz besondere kindliche Knopftraumwelt...

Samstag, 13. Februar 2010

erste kleine Zauberei

So, nun habe ich es endlich geschafft, meine Hausaufgaben in Cornits Filzzauberschule zu erledigen. Und es hat richtig Spaß gemacht. Der Knötchenstich ist mein neuer Lieblingsstich.

Jetzt muss hier nur noch jemand anklopfen, dem die Blümchenzipfelmütze passt. Vielleicht ein Zwerg? Oder ein Puk, den passenden unaufgeräumten Dachboden hätten wir jedenfalls. Und ich würde ihm immer Grütze kochen mit einem extra Klecks Butter.


Aber unser chaotisches Arbeiszimmer nimmt langsam aber sicher eine neue Form an. Statt zwei Schreibtischen nebeneinander ein großer Schreibtisch, an dem wir uns gegenüber sitzen können. Dadurch entstand Platz für einen Nähtisch. Und da ja ein Schreibtisch über ist, war der Nähtisch auch gleich gefunden. Freu, freu, freu!!!

Ich kann jetzt die Nähmaschine aufgebaut lassen. Das ist so toll! Bisher habe ich sie immer auf dem Esstisch aufgebaut und musste immer alles wiederwegräumen. Da habe ich es mir zehnmal überlegt, ob ich wirklich nähen wollte. Meistens habe ich mich dann dagegen entschieden. Das wird jetzt gaaaaaaaaaaaaanz anders.

Nun müssen nur noch drei Kisten Gerümpel sortiert werden.
Irgendwie vermehrt sich das Papier auf meinem Schreibtisch im Minutentakt.

Montag, 8. Februar 2010

butterfly-chicken

Mir war nach Farben, nach frühlingszarten Farben. Deshalb habe ich mich mal am Patchworken und ersten Quilten versucht. Entstanden ist das

butterfly-chicken



Ich bin eine scheußlicher Handnäherin, naja, die nächsten Nähte werden vielleicht gerader...


Eigentlich sollte es am Esszimmerfenster landen. Doch unsere Jüngste kam mit selbstausgeschnittenen Schneesternen, die nun erst einmal einen Platz am Fenster gefunden haben. So ist es doch noch ganz winterlich bei uns.


Dienstag, 2. Februar 2010

Wenn ich ein Vöglein wär

 

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen,  Bauch an Bauch.
    
Der Erich rechts und links der Franz   
und mittendrin der freche Hans.
     
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüber,  da schneit es, hu!
    
Sie rücken zusammen dicht an dicht,
so warm wie Hans hat's niemand nicht.
    
Sie hör'n  alle drei ihrer Herzlein Gepoch.
Und wenn sie nicht weg sind,  so sitzen sie noch.

 (Christian Morgenstern)



Nun, wie es aussieht sind sie doch gerade weg.
Doch sie haben das Futterhäuschen schon sehr genossen...
und nicht nur Erich, Franz und Hans waren da, sondern auch einige Blaumeisen und ein Eichelhäher und noch ein paar Gesellen, für die ich erst mein Vogelbuch bemühen müsste.