Samstag, 20. März 2010

Einen Mantel für Emil



















Seit einiger Zeit versuchten unsere Kinder, mich zu überzeugen, dass die Emil-Flaschen viel toller, besser, schöner, praktischer,....sind als die große Sammlung ungeliebter Trinkbehälter, die ständig meine Küchenschrankordnung ruiniert. Vor allem, weil bei der einen Flasche die Dichtung fehlt, bei der nächsten schließt der Deckel nicht mehr richtig... "Und überhaupt, Mama, die Flaschen sind eklig!" - Da ist schon was dran.

Also hat jedes Kind jetzt seine Emil-Flasche.
Aber die  bei den Umhüllungen hatten sie spezielle Wünsche.  (Und bitte selbstgemacht!)
Beim  Zusammennähen des ersten Bezugs bin ich beinahe an der letzten Naht gescheitert.



Bei der Kuh-Umhüllung ging es dann schon besser...Learning by Doing.... Wahrscheinlich wäre es schlauer gewesen, ich hätte mir erst einmal einen richtigen Schnitt gemacht. Aber mein zweiter Vorname ist immer noch:" Schnell-drauf-los"









Jetzt fehlt nur noch die Dritte und Letzte...

* * *
Na ja, ich gestehe, ich lege mir auch noch so eine Flasche zu und nähe ihr eine witzige Hülle. :-)

Samstag, 6. März 2010

Da ist er also wieder



... und mit großer Kraft zurückgekehrt, der Winter, den ich doch so gern schon vergangen und überwunden gewusst hätte. Habe ich nicht in der vergangenen Woche, wenn auch warm bejackt, in der Sonne gesessen, Tee getrunken und den Frühling greifbar nah gewähnt?
Es schien so klar. Der Sturm am vergangenen Wochenende hatte die kalten Luftmassen davongepustet und leider gleich noch Nachbars Apfelbaum mit umgekippt. Und dann kam die Sonne und die Krokusse und Narzissen schoben ihre Blätter heraus. Die Schneeglöckchen läuteten schon leise mit ihren Glöckchen. Frühling!



Nun steht ein frisch gerolltet Schneemann in der Einfahrt. Und beim abendlichen Spaziergang biss die kalte Luft nicht nur in die Nase, sondern machte die Finger so kalt und steif, dass das Fotografieren mit unserem schwächelnden Fotoapperat noch weniger Freude wie sonst machte.
Er meint es wirklich noch Ernst, der Winter.

Zu früh gefreut!



Wie so oft auf dem eigenen, ganz persönlichen Entwicklungsweg...

Da wiegte ich mich  oft schon in dem Glauben, etwas überwunden oder endlich eine neue Gewohnheit gebildet zu haben. So schwer war es also doch nicht...
aber dann! Das plötzliche Erwachen am eigenen Unvermögen, am doch noch nicht Können. Meist just in dem Moment, wo ich mich sicher wähnte. Und der erste Stolz sich einschlich:
Schau her Welt, ich kann es doch! -
Genau dann: Bumms!
Vielleicht ist es dann eine Prüfung. Bin ich wirklich schon reif? Habe ich genug geübt und Kräfte gesammelt, damit etwas Neues entstehen kann? Oder war das alles nur ein Strohfeuer?
Ein Frühlingswind im Winter?

Dann hadere ich mit mir, meinem vermeintlichen Rückschritt.

Vielleicht sollte ich beim Frühling in die Lehre gehen?
Er kommt sicher, auch wenn es ihm beim ersten Anlauf nicht gelingt.
Sagt nicht, dann probiere ich es nicht noch einmal.

Vielleicht sollte ich auch einfach nicht so streng mit mir sein...


 

Und der Abendhimmel lässt doch erahnen, dass die Sonne bald wieder mehr Kraft hat.

Ich wünsche Euch allen einen lauen Frühlingswind um Herz und Nase oder  wenigstens das Bewahren des Glaubens daran!