Samstag, 6. März 2010

Da ist er also wieder



... und mit großer Kraft zurückgekehrt, der Winter, den ich doch so gern schon vergangen und überwunden gewusst hätte. Habe ich nicht in der vergangenen Woche, wenn auch warm bejackt, in der Sonne gesessen, Tee getrunken und den Frühling greifbar nah gewähnt?
Es schien so klar. Der Sturm am vergangenen Wochenende hatte die kalten Luftmassen davongepustet und leider gleich noch Nachbars Apfelbaum mit umgekippt. Und dann kam die Sonne und die Krokusse und Narzissen schoben ihre Blätter heraus. Die Schneeglöckchen läuteten schon leise mit ihren Glöckchen. Frühling!



Nun steht ein frisch gerolltet Schneemann in der Einfahrt. Und beim abendlichen Spaziergang biss die kalte Luft nicht nur in die Nase, sondern machte die Finger so kalt und steif, dass das Fotografieren mit unserem schwächelnden Fotoapperat noch weniger Freude wie sonst machte.
Er meint es wirklich noch Ernst, der Winter.

Zu früh gefreut!



Wie so oft auf dem eigenen, ganz persönlichen Entwicklungsweg...

Da wiegte ich mich  oft schon in dem Glauben, etwas überwunden oder endlich eine neue Gewohnheit gebildet zu haben. So schwer war es also doch nicht...
aber dann! Das plötzliche Erwachen am eigenen Unvermögen, am doch noch nicht Können. Meist just in dem Moment, wo ich mich sicher wähnte. Und der erste Stolz sich einschlich:
Schau her Welt, ich kann es doch! -
Genau dann: Bumms!
Vielleicht ist es dann eine Prüfung. Bin ich wirklich schon reif? Habe ich genug geübt und Kräfte gesammelt, damit etwas Neues entstehen kann? Oder war das alles nur ein Strohfeuer?
Ein Frühlingswind im Winter?

Dann hadere ich mit mir, meinem vermeintlichen Rückschritt.

Vielleicht sollte ich beim Frühling in die Lehre gehen?
Er kommt sicher, auch wenn es ihm beim ersten Anlauf nicht gelingt.
Sagt nicht, dann probiere ich es nicht noch einmal.

Vielleicht sollte ich auch einfach nicht so streng mit mir sein...


 

Und der Abendhimmel lässt doch erahnen, dass die Sonne bald wieder mehr Kraft hat.

Ich wünsche Euch allen einen lauen Frühlingswind um Herz und Nase oder  wenigstens das Bewahren des Glaubens daran!


Kommentare:

  1. Ach, ärgere Dich nicht über den heimgekehrten Winter.
    So viele Jahre war er zu schwach.
    Nun ist er stolz. ;-)

    Und ich mag ihn gern. ;-)

    Sei sooo lieb gegrüßt
    Judith

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  2. Ach Judith,
    ich ärge mich doch nicht über den Winter.
    Ich "staune" über mich, dass ich oft im Leben erwarte, dass es gleich beim ersten Mal gelinget. (Und ich dann hadere, wenn dem nicht so ist.) :-)

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