Mittwoch, 4. Januar 2012

Wind Wind

Was ist das wieder für eine Brausen um unser Häuschen. Jedes Rütteln und Rattern an den Fensterläden und  Dachziegeln lässt uns wieder etwas furchtsam schauen. Zu deutlich ist die Erinnerung an den Tag als ein Teil des Daches versuchte durch die Windschutzscheibe ins parkende Auto einzusteigen. Jeder Sturmtag löst seit dem emsige Geschäftigkeit aus. Zuerst wird das Auto in der Einfahrt sehr weit nach vorn gefahren. Falls das Dach wieder auf dumme Gedanken kommt, dann eine kurze freundliche Ansprache an den Walnusbaum ("Bleib bitte weiter so freundlich alter Geselle! Wir danken es dir!") Ein Rundumblick: alle Fensterläden fest, alle Feuerholzabdeckungen verzurrt,..? Und dann an den warmen Kachelofen oder unter die Bettdecke und spüren wie das Haus ist im Sturm mit wiegt.

Oh, ich liebe "unser" Häuschen. Ich würde ihm so gern etwas Gutes tun...
Wir fühlen uns so wohl hier, auch wenn manch mal der Wind so ums Gebälk streicht.

(Hm, mal schauen, was die Mieterhöhung, die uns gesten ins Haus flatterte, auf längere Sicht für uns bedeutet)

Ach, es ist ein Paradies hier, nicht nur für Kinder, Hund und Katzen - wenn auch der Luxus überschaubar ist.

Wenn die untergehende Sonne, so wie gestern das Esszimmer rot illuminiert, dann ist es einfach nur schön und vergessen die Sturmfurcht, das Holzhacken und Schleppen, der Mäusesommer, die eingefrorene Wasserleitung, die Mieterhöhung ...



nur noch das Gefühl von Heimat, von zu Hause sein.

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