Sonntag, 29. April 2012

Nachts in Bullerbü

Unsere Jüngsten hatten zusammen mit dem Nachbarjungen beschlossen, die vergangene Nacht im Garten-Spielhäuschen zu schlafen. Der Nachbarjunge durfte dann doch nicht, so zogen nur unsere mit ihrem Hausstand auf dem Dachboden des Häuschens ein. Schlafsack, Matratze, Taschenlampe, Uhr, Buch,... alles was man als Kind braucht, um es gemütlich zu haben.
Tief und fest schliefen sie als wir bei unserem letzten Gang mit dem Hund noch einmal nach ihnen schauten. Doch heute morgen beklagten sie sich bitter über einen unliebsamen Schlafgast.
Klara, eine unserer Katzen, hat die Schlafstatt als Kuschelmöglichkeit entdeckt und kam wohl alle halbe Stunde an, um zu schmusen und zu schnurren und zu schlecken. Die Kinder waren heute morgen nicht gut auf die Katze zu sprechen. Aber nun hat das Häuschen seit heute Nachmittag  Fensterläden, die sich von innen verriegeln lassen. Und die Katze kommt nicht mehr hinein...




Das Häuschen wurde heute gehegt und gepflegt. Alles ist gefegt und fein aufgeräumt.
Und seit nun die Fensterläden angebaut sind, haben die Kinder immer wieder Kuckucksuhr gespielt.
Aber zum draußen Schlafen ist es jetzt wieder zu kalt.

Freitag, 27. April 2012

this moment (1)

Inspired by soulemama
{this moment} - A Friday ritual. A single photo - no words - capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment I want to pause, savor and remember. 

Donnerstag, 19. April 2012

Jammer

In der Eurythmie-Stunde meiner Klasse fuhr ich mal eben mit der Zunge über den linken oberen Backenzahn. Upps,  da war plötzlich eine Kante, die ich noch gar nicht kannte.
Zunge hin, Zunge her und das ein paar Mal, denn mir tat tut auch noch mein rechter Fuß so weh (ich habe da eine doofe, doofe   schmerzhafte Dornwarze) dass ich selbst dieses Mal keine Eurythmie mitmachen konnte und so hatte meine Zunge viel Zeit. Plötzlich war der kratzige Huckel weg....
... er lag als loses Zahnteilchen im Mund.
So etwas passiert natürlich vorzugsweise, wenn man gar keine Zeit dafür hat.... aber wann hat man schon Zeit für solche unerwünschten Extras.

Donnerstag, 12. April 2012

Mutige Vornahme

wenn ich an mein Zeitkonto denke, aber...

Corinna bietet wieder einen tollen Kurs an und ich habe mich mal ganz mutig angemeldet.
Mal sehen, ob ich mir zu viel vorgenommen habe.
Dann kann ich ja immer noch die Pfingstferien zum Filzen nutzen.




Mittwoch, 11. April 2012

Och nö

Er ist ja wirklich knuffig, der kleine Kerl. Wirklich, man könnte ihn fast mit einem Kuscheltier verwechseln. Aber heute...






...nun ja, ich weiß, dass sich Hunde gern in Kot wälzen. 
Aber warum weiß das auch mein Hund? Schade, dass mein Schnupfen fast weg ist.

Dienstag, 10. April 2012

Stolze Mutter (2)

Ich habe gerade noch ein paar Fotos auf meinem Rechner entdeckt,
auf denen ich noch etwas von den Steinmetz-Künsten unseres Großen festgehalten habe.

Zwei Konsolen vom Regal in der Werkstatt:




Hier noch einmal beide zusammen:





Heute morgen lachte hier wirklich die Sonne, aber irgendwie musste ich heute zweimal aufstehen (einmal für den Hund mit Augen zu und dann noch einmal als sich die Augen wieder öffnen ließen).
Ich bin heute Nacht nicht in der Lage gewesen, den Templer-Roman aus der Bibliothek aus der Hand zu legen. Irgendwie werde ich auch nie erwachsen. Aber es ist immer so ein Luxus, in den Ferien mal Zeit für einen Roman zu haben.
Dann haben wir das schöne Wetter genutzt und weiter im Garten gewühlt. Mal sehen, wer dieses Jahr schneller ist. Das Unkraut oder wir. Nun ist draußen wieder alles grau in grau.

Montag, 9. April 2012

Osterimpressionen


Hier ist heute ein echtes "Wir bleiben im Bett"-Wetter. Selbst unser Herr Hund drehte sich immer wieder in Richtung Tür um und fragte sich wohl, ob dass wirklich unser Ernst ist mit dem Spazieren gehen.
Aber so einen Drinnentag kann man ja auch noch ganz anders nutzen...

(mal sehen, was mein Wollvorrat so sagt.)

Sonntag, 8. April 2012

FROHE OSTERN!






Wie seit vielen Jahren sind wir heute morgen bei Sonnenaufgang Osterwasser schöpfen gegangen. Morgens werden die Kinder ohne ein Wort geweckt. Schnell schlüpfen sie in ihre Sachen. Gerredet darf die ganze Zeit bis zum Wasserschöpfen nicht werden. Leider kennen wir fußnah keine Quelle, so dass wir mit dem Auto fahren müssen. Trotzdem gibt es immer noch einen guten Fußweg. Nur die zwitschernden Vögel waren zu hören und die aufgehende Sonne, die die Wolken zart rosa färbte.
Nach dem Wassserschöpfen machten wir noch in einer kleinen Kapelle halt und sangen. Die Kapelle stammt aus dem 13. Jh. und hat einen wundervollen Klang. Ein paar Schokoostereier fanden sich auch am Wegrand.
Zu Hause angekommen wurden die Osternest-Brötchen geformt und nun backen sie. Und dann erst einmal in Ruhe frühstücken. Danach wollen wir noch zur Kinder-Osterfeier in die Christengemeinschaft.
Und später kommt noch unser Großer mit Freundin und dem Kleinchen.
Dann wollen wir Ostereier suchen.

Frohe Ostern Euch allen!


(ähm, hier fängt es gerade an zu schneien. Brrrr)

Samstag, 7. April 2012

Was lange währt...

...wird doch noch gut oder 
das Pflanzenkaufhappy-End.


Heute morgen, wir saßen gerade noch beim Frühstück, klingelte der  DHL-Mann. Ich hatte ja nicht mehr zu hoffen gewagt, dass der doch Fall noch eintritt. Aber - die beiden Pflanzpakete haben nun von gestern bis heute die erstaunliche Leistung vollbracht, die Wegstrecke vom Paketzentrum in Bremen bis zu unserer Haustür im Schwarzwald zu überwinden. Warum sie erst 4 Tage Mut sammeln mussten, um sich auf den Weg zu machen, kann mir wohl niemand erklären. Vielleicht haben sie sich ja gestritten, wer als erster in den Transporter einsteigt: "Du!" "Nein, steig du doch ein!" "Ach nein, ich lass dir den Vortritt!" und hast du nicht gesehen, war der Transporter davongedüst... 


Zum Glück waren die Pflanzen super verpackt und wirklich kräfig, so dass nur der Sauerampfer und der Rucola etwas gelitten hatten. So haben wir heute den nachmittag im Garten verbracht.


Erst einmal hieß es die Pakete auspacken.



Unsere Jüngste hatte viel Freude dabei. Jede Pflanze war in feuchtes Zeitungspapier gewickelt und der große Karton wirklich ganz, ganz voll gepackt und ganz schön schwer.




Alle Schätze wurden erst einmal begutachtet,




ehe sie ihre neue Heimat in unserem Garten fanden.


Wir haben in der Kräuterei zwei Pflanzpakete bestellt, einmal das Duft- und Fühlpflanzenpaket und das Kinderpflanzenpaket. So konnten wir heute neue Plätze für Polsterbeifuß, Buschoregano, Römsiche und Tretkamille, Duftnelken, Thymian, Pfefferminz-Duftperlagonie, Andenbeere, Gänseblümchen, Hornveilchen, Sauerampfer, Rucola, Süßdolde, Zitronenmelisse, Wald- und Monatserdbeere, Johanniskraut und Zitronenjohanniskraut finden. - Wir drei Damen hatten viel Spaß dabei. (Ich bin ganz erstaunt, mit wie viel Freude sich unsere Große, die ja jeden Tag ein bisschen mehr pubertiert, auf das Anlegen des Duft- und Fühlbeetes eingelassen hat und die das Beet jetzt unter ihre persönliche Obhut genommen hat.)

Die Süßdolde, die Pfefferminze und das Johanneskraut kamen in die Kräuterspirale.

Nun muss ich noch ein gutes Plätzchen für den Rainfarn finden.
Vor der Haustür ist es auch noch mehr Frühling geworden.
Die merkwürdigen grünen Menschen haben vor zwei Jahren beim "Zauberer von Oz" mitgespielt.
Sie waren bei unserem Marionettenspiel das Volk in der Smaragdenstadt und nach den Aufführungen irgendwie zu Schade für die Mülltonne. Deshalb haben sie in meinem Blumentopf Asyl gefunden.


  

Die Mosaikteilchen (Kegelpyramide, Kugel und es gibt noch ein Herz) waren Modelle für eine Projektwoche vor zwei Jahren an der Schule. Da ich ja nicht immer nur Filzen anbieten kann, hatte ich damals "Verzieren mit Mosaiktechnik" für Kinder von der 5. bis zur 8. Klasse angeboten und brauchte etwas Anschauungsmaterial.



So, nun neigt sich der Ostersamstag dem Abend entgegen. Jetzt noch schnell Hefeteig für unsere Ostnesterbrötchen für morgen früh machen und dann (wenn unsere Jüngste im Bett ist) werden noch die Eier gefärbt. 

Edit:
So. Ostereierfärben:


Eine gute Osternacht!
Morgen noch vor Sonnenaufgang klingelt der Wecker, damit wir pünktlich zum Osterwasser holen aufstehen.

Freitag, 6. April 2012

Neulich in Bullerbü

Aus:
Astrid Lindgren "Mehr von uns Kindern aus Bullerbü" - Ein Regentag


"O, Mama, es ist so langweilig", sagte ich.
"Findest du?", sagte Mama. "Das habe ich noch gar nicht bemerkt."
"Doch, es regent immer und immer", sagte ich. "Ich weiß nicht, was ich machen soll."
"Wenn ich du wäre, würde ich einfach einen Zuckerkuchen backen", sagte Mama.
Mama sagte es gerade so, als glaubte sie die Tochter könne Zuckerkuchen  backen, und noch dazu einen, der wirklich gut war....

Von den Regentagen hatten wir nach dem wunderschönen Frühlingswetter auch genug. Und die Jung-Tochter konnte auch nur noch jammern: "O. Mama, es ist so langweilig!" Da wir uns gerade in der Bibliothek das Buch ausgeliehen und das Kapitel "Ein Regentag" gelesen hatten, lag die Idee nah, selbst einen Zuckerkuchen zu backen. Rezept gesucht, bisher kannte ich Zuckerkuchen nur als Hefekuchen. Aber ich bin doch fündig geworden:

2 Eier und
2 Tassen Zucker  - schaumig rühren
2 Tassen Mehl
2 EL Backpulver
1 Prise Salz
100 g Butter
1 Tasse Sahne - unter rühren
auf einem Kuchenblech verteilen
und 20 min backen.
Kurz vor dem Ende der Backzeit noch etwas Zucker darüber streuen.

Und Brüderlein und Schwesterlein rührten was der Rührer hergab.




Probiert musste auch werden.




Dann den Teig schnell auf das Backblech, 20 Minuten gebacken und
Guten Appetit!



Übrigens:
Am späten Nachmittag verzogen sich die grauen Wolken etwas.

Donnerstag, 5. April 2012

Ach menno

Jetzt hatten wir an den vergangenen sonnigen Tagen (Seit gestern regnet es hier ohne Pause.) angefangen, den Garten wieder zu hübschen. Es machte so viel Freude, weil alle Kinder munter mit dabei waren. Aus dem alten Tomatenbeet (Wir kapitulieren. "Ja, Frau Braunfäule, Sie haben gewonnen!"), wo der Wind das Regenschutzdach zerfetzt hatte, war ein neues Beet geworden, dass unsere Große liebe- und mühevoll von allen Wurzelchen möglicher Unkräuter befreit hatte. Für so ein neues Beet braucht es natürlich auch Pflanzen. Es gab da vorher einen ganz, ganz kleinen Steingarten, den wir unser "Zen-Gärtchen" genannt hatten. Und dem großen Tochterkind schwebte so etwas in Richtung Zen-Beet vor. Nach längerem Suchen in den Gartenweiten des Internets, hatten wir dann endlich eine Idee: Es sollte ein Duft- und Fühlbeet werden. Die beiden großen Findlinge passen da bestimmt gut dazu und unsere Buddha-Figur, die bisher unter dem Kirschbaum steht, könnte da auch ihren neuen Platz finden. Und wer hätte das gedacht, es gibt so gar ein Pflanzenpaket, dass die passenden Pflanzen enthält. Polsterbeifuß, Buschorengano, Römische Kamille, Tretkamille, Duftnelken, Pfefferminzpelargonie und Thymian wären in einem Paket erhältlich. Tja, das Paket gibt es. Das Paket wurde wie angekündigt gepackt und zur DHL-Station gebracht und da hängt es nun immer noch in der Aufgabe-Station herum. Seit Dienstag! Meine armen Pflanzen!!! Vor Dienstag in der kommenden Woche werden sie nun nicht mehr ankommen, wenn überhaupt. Was wohl dann noch von den Pflanzen übrig ist? Bei der Kräutergärtnerei erreichen niemanden. Ob es überhaupt noch Sinn macht, das Paket anzunehmen? - Ach menno, es hätte doch aber auch klappen können!

Sonntag, 1. April 2012

Palmsonntag

Frohlockt, ihr Himmel,
 
lächelt, ihr Lüfte,

 
jauchzt dem Erdkreis,

 
Gipfel und Grüfte!

 
Schreckvolle Stunden

 
sind nun entschwunden,

 
seht in den Höhen

 
Palmzweige wehen.

(wohl um 800 entstanden)                                 





Mit meinen 1. Klässlern habe ich in der letzten Woche ganz viel für Ostern vorbereitet und gebastelt.

Wir haben Ostergras ausgesät. (Dieses Mal nicht Weizen sondern Hafer, denn mein Getreidevorrat hatte sich von mir unbemerkt inzwischen in mehrere leckere Vollkornpizzen, von meinem Mann bereitet, verwandelt. Und natürlich merkte ich erst am Sonntag, dass ich kein Getreide zum Aussäen mehr hatte. Zum Glück hatte aber mein Kollege mehr dabei und ihm war Hafer empfohlen worden, weil dieser wohl schneller keimt. - Ist auch wirklich so. Das erste zarte Grün konnten die Kinder am Freitag mit in die Ferien nehmen) Heute sieht es schon so aus:


Außerdem haben wir aus Bienenwachs noch kleine Vogelnester geformt und Vögelchen und Eier hineingesetzt.


Mit Krepppapierkügelchen haben wir ganz bunte Ostereier gestaltet. Das war eine tolle Arbeit für die Kinder, die sie jeden Morgen noch vor der Schule weiter fortgesetzt haben. Unser Klassenzimmer war dann ganz buntkrümelig, aber den Putzaufwand war es wert.
(Leider liegen meine Probebastelarbeiten noch in der Schule, so dass ich sie euch nicht zeigen kann. Aber so nach dem Prinzip haben wir es versucht, nur mit schöneren, frühlingshaften Farben.)

Besonders schön sind die Palmstecken gelungen. Jedes Kind hat seinen Stecken selbst beschnitzt. Bei unserem  morgendlichen Waldspaziergang hatte sich jeder einen schön gerade gewachsenen Stock gesucht. Ganz sorgsam saßen alle mit viel Abstand im großen Kreis und schnitzten sehr achtsam. Die Buchszweige zu befestigen war noch ganz schön kniffelig. Aber mit den Kreppapierstreifen und den verschiedenen Pappkartonmotiven (Sonne, Lamm und Osterei) sind die Palmstecken doch richtig schön geworden. Schade, dass ich wieder vergessen habe den Fotoapperat mitzunehmen als sie alle im Klassenzimmer standen. (Meiner war nur das Versucherle. Die Kinder haben längere Papierstreifen daran.)