Freitag, 18. Mai 2012

Dreiundzwanzig

Heute vor 23 Jahre kam unser ältester Sohn zu Welt. Merkwürdig, wie schnell die Zeit vergeht. Wo sind die Jahre hin? War ich nicht eben noch selbst 23?  Fühl ich mich nicht manchmal immer noch immer wie 23?

Vor 23 Jahren, damals als im Osten Deutschland ein Telefon noch keine Selbstverständlichkeit war, war eine geplatzte Fruchtblase und ganz allein in der Wohnung sein noch ein rechtes Abenteuer. Aber zum Glück war in der Nachbarwohnung die Oma zu Besuch. Sie machte sich auf den Weg zur Kaserne, denn dort war sicher ein Telefon... Krankenwagenfahrt über eine inoffizielle holterdipolter Autobahnauffahrt, allein im Krankenhaus, Angst vor Ärzten... - Irgendwann waren die Wehen ganz weg, aber mein Mann zum Glück da. Er war dann auch der Erste, der das Söhnlein Brilliant in Empfang nahm, denn ich musste nach dem Not-Kaiserschnitt erst einmal wieder Mensch werden.

Ältester Bruder mit jüngster Schwester


Nun ist der Große 23 Jahre alt. Für seine jüngeren Geschwister ist er der Größte. Und es ist jedesmal ein Fest für sie, wenn er uns besuchen kommt.


Morgen wird er sehnsüchtig erwartet, er und seine kleine Tochter. Denn mit so einem großen Bruder ist unser munterer Rest nicht nur Bruder und Schwester, sondern inzwischen auch Onkel und Tante.

Kommentare:

  1. Jemine, kein Telefon in der Situation ist schon... beängstigend. Gut, dass dann doch noch alles glatt ging (wenn man denn einen Kaiserschnitt als glatt bezeichnen will). :)
    Ich hab neulich auch mal nachgerechnet und bin drauf gekommen, dass ich jetzt älter bin als meine Mama war, als ich zur Welt kam.
    Und meine älteste Nichte ist schon Ingenieurin!

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  2. Das bringt mich zum nachdenken, toller post...

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  3. Happy birthday nachträglich.
    Vorallem auch an die tolle Mama, ohne Dich wäre es nicht soweit gekommen. Ich hoffe Ihr hattet einen schönen Tag gemeinsam.
    Einen schönen Sonntag. Alles Liebe Kirsten

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  4. Liebe Nula, so, jetzt schaff ich es auch mal wieder bei dir reinzuschauen, sorry... toll, so ein großer Sohn, ein Gegenüber, und doch immer auch das Kind - spannend. ganz liebe Grüße! von JULE, ich mail mal kurz...

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  5. Hallo Nula, es ist manchmal fast beängstigend, wie schnell die Zeit dahin geht. Und wir müssen alle mit! Dieses Gefühl, dass man sich selber innerlich manchmal so jung vorkommt, wie die Kinder jetzt sind, das kenne ich auch! Und dann kriegt man wieder mal einen Schreck, wenn man darüber nachdenkt, wie es wirklich ist... Glücklicherweise sitzen wir alle mit auf dem Karussell, es bleibt niemand stehen!
    Liebe Grüße
    Ursel

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