Donnerstag, 24. Mai 2012

Leben auf der Überholspur

oder die Kunst  NEIN zu sagen

In dieser Woche durfte ich wieder viel über mich erfahren. Ich hätte aber auch gern darauf verzichtet.
Bei meinem Wochenvorblick sah es so aus als würden sich Kraftzehrendes und Kraftspendendes die Waage halten. Jeder einzelne Punkt für sich, der dann dazu kam, hätte diese feine Balance wohl noch nicht aus dem Gleichgewicht gebracht. Aber die Summe reichte dann mehr als aus, um heute Morgen zu merken, wenn ich nicht jetzt noch schnell die Notbremse ziehe, brauche ich morgen nicht mehr zu meiner Weiterbildung zu fahren, weil ich dann einfach mit den eigenen Kräften so am Rand bin, dass es nicht mehr gesund ist. Leidvoll habe ich in den letzten Jahren dazu gelernt, dass es diese Notbremse braucht und dass sie gerechtfertigt ist. 

Werde ich es auch noch lernen, so achtsam zu sein, dass ich rechtzeitig im Voraus Nein sage?
Jeder Punkt war wichtig und einzeln für sich betrachtet, berechtigt, meine Lebenskraft und Zeit  dafür zu investieren. Wie gewichtet man gut und richtig? Wie hält man aus zu wissen, dass man wohl eigentlich derjenige ist, der etwas tun müsste, aber es mehr als unhygienisch für die eigenen Gesundheitskräfte ist, dies doch zu tun?

So, nun packe ich noch schnell meinen Koffer, drucke die Fahrkarte aus und dann noch eine lange Konferenz, ...

Kommentare:

  1. Liebe Nula, das kenne ich auch... im Trubel merke ich oft nicht, dass Pausenzeiten zu kurz kommen. Der Adrenalinspiegel ist hoch, das Rad dreht und dreht sich. Aber ich bin nicht mehr 25 und mein Kraftdepot ist begrenzt. Gestern Abend bin ich nur noch aufs Sofa geplumpst und ich hab geschlafen... Immer wieder gut hinhören, wann Körper und Seele sagen: Halt mal an! Schön, wenn du gebraucht wirst, aber wenn du mal das Tempo rausnimmst, dann habe alle länger was davon! Ich glaube, das ist ein langer Lernprozess. jetzt wünsche ich dir eine gute Fortbildung und vielleicht kam ja heute die Post schon an? liebe Grüße, von JULE

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  2. Liebe Nula,
    bitte achte auf Dich.
    Nach meinem Zusammenklappen letztes Jahr weiß ich wie Du Dich fühlst.
    Wir müssen ein wenig auf uns achten.
    Sonnige Pfingsten und eine gute kommende Woche wünscht Dir von HErzen
    Kirsten

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  3. Finde ich total wichtig!!!!! Ja man muß das lernen. Für sich und auch für seine Kinder. Im doppelten Sinne. Für sich selber um nicht ausgenutzt zu werden und für seine Kinder um denen ein faires Leben zu gewährleisten!
    Liebe Grüße Tinki
    PS: Pass auf Dich auf - und Schaffe Dir durch Nein-Sagen Freiräume nur für Dich! Das ist wie aufräumen...

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