Sonntag, 23. September 2012

Was für ein Wochenende (Vorsicht, war ein langes Wochenende)


Es gibt Tage, da sollte man am besten nicht aufstehen. Einfach weiter schlafen... Dann spart man sich eine Menge Arbeit, Stress, Kraft,... Oder man beschließt einfach, das alles als Test der Fähigkeit über sich selbst zu lachen,  zu nehmen.

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Samstag Morgen und es plattert, was vom Himmel kommen kann. 'Klar, ist ja auch Wochenende.' denke ich, während ich total verschlafen mit dem Hund seine Morgenrunde drehe. Und klar, die Halsschmerzen müssen wohl zu allem Übel auch noch sein. Wir schleppen uns wieder rein, schütteln uns kräftig, und gehen ins finstere Esszimmer, denn der Tag scheint gar nicht heller werden zu wollen. Das Zimmer somit auch nicht. Der Rest ist noch im tiefen Schlummer, so dass ich das Frühstück nur vorbereite und mich an den Rechner verkrieche.

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Nach und nach kehrt Leben ein. Kind 3, Sohn zwei ist irgendwie unausstehlich. Außerdem hat er überrote Wangen. Na ja, im Laufe des Vormittags stellt sich heraus, dass er hoch fiebert. Deshalb also die Hochempfindlichkeit. Er war am Samstag zum Geburtstag seines Freundes eingeladen und musste nun stattdessen ins Bett. Irgendwann ging es ihm aber so elend, dass er von sich aus schlief und der große Bruder, der zu Besuch war, ihn immer mal wieder ins Esszimmer tragen sollte, damit er nicht so einsam war.

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Einsam waren wir alle nicht, denn die Telekom hatte beschlossen, uns halbstündlich anzurufen. (Nun, das kennt ihr ja vielleicht auch. Es gibt da ein viel schnelleres Internet. Nein es kostet nicht mehr. Oder nur ein bisschen. Bla, bla, bla... Herr SeltenArtig ist hier für das Telefon- und Internetgedöns zuständig. Und er hatte schon an einem anderen Tag mehrmals das Vergnügen der umfangreichen "Telefonberatung". Nun gut, endlich breitgeschlagen, stimmte Herr SeltenArtig dem neuen, schnelleren Internet zu. Ja, das notwendige und passende Gerät wolle er für 3,90 Euro auch noch mieten... Dann stürzte er sich ins nächste Abenteuer, von dem ich gleich berichten werde. Tja, das Telefon klingelte zum fünften Mal und wer war dran: Frau Telekom. Sie hätte gern noch einmal dringend Herrn SeltenArtig gesprochen oder sind Sie auch eingeweiht. Nein, ich bin nicht eingeweiht. Ich habe auch gar keine Lust mich damit auseinander zu setzen. Im Rahmen der dynamischen Delegation ist das Feld Telekom das Arbeitsgebiet von Herrn Seltenartig! (Wie schnell ich am Samstag meine Meinung ändern würde, wusste ich da noch nicht.) Also, Herrn Seltenartig wieder ans Telefon beordert. Bla, bla, bla... Herr SeltenArtig teilt mir im Anschluss mit, dass alle vorangegangenen Gespräche Makulatur seien, denn es gibt gar kein Kontingent mehr für das schnellere Internet für uns. Aber wir würden es jetzt trotzdem bekommen, nur das benötigte Gerät wäre jetzt noch einen Euro teurer. Meine Frage 'Wo ist der Pferdefuß?' wurde mit 'Es gibt keinen" beantwortet. Bis Herr Seltenartig dann sagte, wir hätten ab jetzt Voice over IP statt einem ISDN Telefon   Nö, will ich nicht! Wir haben kein Handy und ich brauche es einfach, dass Telefon und Internet unabhängig voneinander funktionieren. Nun konnte Herr SeltenArtig der Telekom hinterhertelefonieren, um den Vertrag nicht zu verändern. Ich bin gespannt, ob er erfolgreich war oder demnächst das Telefon- / Internet-Chaos einsetzt.

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Nun zum nächsten Großprojekt. Unser Holzlieferant hat am Samstagmorgen 6 Ster Holz geliefert. Leider stand unser Auto in der Einfahrt, so dass er es auf dem zum Grundstück gehörenden Extraland abgekippt hat. Er hat nicht mal geklingelt. (Aber unsere untere Klingel funktioniert auch nicht immer richtig.) Ihr erinnert euch, es regnete. Also musste das Holz schnell in den Garten transportiert, gestapelt und abgeplant werden. Zum Glück war der große Sohn da, so dass am Nachmittag alles Holz transportiert, gestapelt und abgedeckt war. Vor allem der Große sah aus als hätte er die Hände in harz gebadet. Herr SeltenArtig erwischte den Holzlieferanten erst am Abend am Telefon. Großes Staunen, er hat uns noch gar kein Holz geliefert, will erst am Montag kommen...Wessen Holz wurde da von den beiden Mannen so heroisch gerettet? Heute Mittag, wir saßen gerade beim Essen, klingelte es. Die Holzbesitzerin stand vor der Tür und das Rätsel löste sich... Nein, wir hatten an diesem Wochenende gar nichts vor und hätten sonst gar nicht gewusst, was wir mit der vielen Zeit anfangen sollten.

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Ach ja, Herr SeltenArtig und der Große haben sich heute auch noch auf dem Dachboden eingesperrt. Da wir sie nicht hörten als sie versuchten, sich bemerkbar zu machen, war es gut, dass der Große im Gegensatz zu uns ohne Handy am Mann nicht Leben kann. So klingelte dann hier das Telefon und Söhnlein bat um Befreiung.

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Heute nun wollte der Große seine Haare geschnitten haben. Leider sind die herkömmlichen Billig-Haarschneider nicht für Haare wie Drahtseile gemacht. Und der Große hat Haare wie Drahtseile. Wir hatten eine Menge Spaß, der Haarschneider röhrte und röchelte und man sah ewig kein einziges gekürztes Haar...

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Ja, eine Wochenende voller Humor...
... aber zum Glück war auch unsere kleine Enkelmaus hier.
Sie ist schon ganz schön groß und gefährlich. Seht selbst:





Kommentare:

  1. Grüße aus dem Norden,
    habe heut auch Holz gestapelt :)
    und süß deine Kleine.
    LG Roni

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  2. Also, was für ein Wochenende!!! und die Telekomer, die würde ich an den Haaren durchs Telefon ziehen, einen Konten und en Hals machen und 8kantig rauswerfen! nie wieder, niemals jemals wieder Telekom!!!
    soweit, sogut, Aber am allerallerbesten ist das Foto von der Enkelmaus!!! riesig vergrößern und aufhängen!!! das vertreibt den schlimmsten Schlechtelaunedämon!!! Spitzenklasse!
    liebe Grüße, schickt dir die JULE

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  3. Liebe Nula,
    nach so einem Wochenende erübrigen sich die Fragen nach Entspannung, oder????
    Du Arme, ich kann Dir gut nachfühlen. Die Telekom heisst bei mir oft Terrorkom - passt besser ;-)
    Die beiden Männer hätte ich vielleicht noch zu ein wenig Survival Training oben gelassen - grins.
    Das kommende Wochenende wünsche ich Dir entspannter als das letzte.
    Ganz liebe Grüße Kirsten

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