Mittwoch, 31. Oktober 2012

Nun also doch


Bisher habe ich es immer erfolgreich geschafft, um dieses "Fest" herum zu kommen.
Vielleicht ist mir die keltische Kultur zu nah, um mit der amerikanischen Variante von Samhain etwas anfangen zu können. Aber, wenn man Kinder im trick-or-treat-Alter hat, ist es gar nicht so leicht, den Rummel zu umschiffen. 

Interessant wie es die Große inzwischen sieht. Sie ist heute extra nicht bei einer Freundin geblieben, die mit anderen um die Häuser ziehen wollte, sondern nach Hause zurückgekommen. Sie fand es, nun mit Abstand ihres Alters gut, dass ich immer wie ein kleines "Andersprogramm" gemacht habe. Und erinnerte sich noch an manche Geschichten, die ich an Samhain erzählt habe.

Aber Kinder sind doch sehr verschieden. Die Lütte hat sich am letzten Schultag mal eben still und heimlich mit einem Orchesterfreund verabredet.  Weil er in einem anderen Dorf wohnt, wird sie auch dort übernachten. Wir mussten erst ein bisschen miteinander verhandeln bis ich sie frohen Herzens ziehen lassen konnte. Wie schrieb Uta von "Wer ist dran mit Katzenklo" , einem Blog, den ich sehr gern lese, so treffend den Erziehungswissenschaftler Jens Weidner zitierend: 'Es reicht, wenn Eltern sich zu 80 Prozent gegen ihre Kinder durchsetzen.' Heute waren also die 20 anderen Prozent dran. Und den Satz der Jüngsten:"Mama, einmal muss ich es doch ausprobieren, damit ich weiß, wie es sich anfühlt." könnte ich ja auch irgendwie nachvollziehen. Also haben wir vorhin Fledermäuse aus schwarzem Tonkarton ausgeschnitten und an ein weißes Tuch genäht. Und noch ein Lichtlein im Spinnendesign gebastelt. Und dann ist sie losgezogen...

Hier zeigt sich der Mond nun von seiner Halloween-Seite. Schon etwas gespenstisch schön:


Der Mond heute an Halloween - durch unseren Walnussbaum fotografiert


Und weil ich diese Halloween-Geschichte, die ich schon ganz oft erzählt habe, so mag, habe ich sie für euch hier mit eingefügt:

Einst lebte in Irland ein alter geiziger Hufschmied. Sein Name war Jack. Er trank sehr viel und seine Stammkneipe war sein zweites Zuhause. Eines Abends, es soll an Halloween gewesen sein, lief Jack dem Teufel in die Arme. Der wollte den Trunkenbold gleich mit in die Hölle nehmen, aber Jack bat ihn um ein letztes Glas irisches Bier. Der Teufel verwandelte sich in ein Geldstück, mit dem Jack sein letztes Glas bezahlen sollte.
Stattdessen steckte der Hufschmied, gar nicht dumm, das Geldstück in seine Börse. Dort bewahrte er, neben seinem Geld, auch ein kleines Silberkreuz auf. Dieses Kreuz hinderte den Teufel daran, sich zurückzuverwandeln. Er fluchte und ärgerte sich. „Bei allen Höllenqualen, lass’ mich raus, Jack!“ „Nein, nur wenn du mir etwas versprichst!“ „Niemals! Ich bin der Teufel! Ich stelle hier die Forderungen!“ „Dann bleibst du das, was du jetzt bist - ein Geldstück“, sagte daraufhin Jack ungerührt. „Schwefelgestank und Mäusepest! Was, zur Hölle, soll ich versprechen, du alter Säufer?“ „Ich lasse dich frei, wenn du mich zum besten Hufschmied dieser Gegend machst und mich die nächsten zehn Jahre in Ruhe lässt!“ Der Teufel grummelte und schimpfte, versprach aber das Gewünschte. 
Nach zehn Jahren war Jack ein reicher Mann. Er war aber nicht sehr beliebt, da er bei seinen Geschäften log und betrog. Der Teufel hatte ihn nicht vergessen. Er lauerte Jack auf einer Landstraße auf. ‚Jetzt hole ich ihn!’, dachte der Teufel und rieb sich vor Freude die Hände. Doch auch diesmal war Jack schlauer. „Ach Teufel, gewähre mir eine allerletzte Bitte: Sieh’ nur dort, den herrlichen Apfelbaum am Wegesrand, ich möchte nur noch ein einziges Mal einen seiner köstlichen Äpfel genießen und dann auf ewig in der Hölle schmoren.“ Dabei blickte er so sehnsüchtig zum Apfelbaum hinauf, dass der Teufel sich auf diese Bitte einließ. Er kletterte sogar auf den Baum, um dem „armen“ Jack höchstpersönlich einen Apfel zu pflücken. Doch kaum saß der Teufel in dem Baum, ritzte Jack schnell ein Kreuz in die Rinde des Apfelbaumes. So hatte er dem Teufel ein zweites Mal ein Schnippchen geschlagen. Im Bann des Kreuzes, konnte dieser nicht wieder herunterklettern. „Was willst du diesmal?“, fragte der Teufel völlig entnervt. „Diesmal versprichst du mir, mich ganz in Ruhe zu lassen. Bei dir da unten stinkt es mir zu sehr!“, antwortete Jack und lachte dem Teufel frech ins Gesicht. Unter lautem Murren und Knurren, gab der Teufel auch dieses Versprechen ab.
Wieder vergingen viele Jahre. Jack, der Hufschmied, lebte in Saus und Braus von seinen unehrlichen Geschäften. Als er starb, waren seine Taten im Himmel längst bekannt. Er wurde deshalb gleich an der Himmelstür abgewiesen. So blieb seiner Seele nur noch der Weg in die Hölle. Da Jack dem Teufel jedoch das Versprechen abgenommen hatte, seine Seele nie aufzunehmen, stand er bettelnd vor dem Höllenfürsten. „Nun lass’ mich doch rein. Die Nacht ist kalt und stürmisch. Wo soll ich denn sonst meine Ruhe finden, wenn nicht bei dir?“ „Tja, das hättest du dir vorher überlegen sollen! Jetzt ist es zu spät! Geh’ zurück auf die Erde und warte dort auf das jüngste Gericht. Vielleicht werden dir dann deine Sünden vergeben.“ „Aber es ist so dunkel, wie soll ich den Weg zurück finden?“ Der Teufel warf Jack ein Stück glühende Kohle aus der Hölle hin. „Da, die Kohle leuchtet dir den Weg!“ Jack wollte die Kohle aufnehmen, aber sie war zu heiß. „Wie soll ich die Kohle tragen?“ Jack jammerte und heulte, er tat sich unendlich leid. Da sah der Teufel einen Kürbis in Jacks Provianttasche. Er nahm den Kürbis, höhlte ihn aus, schnitzte ein Gesicht in die Kürbisschale und legte die Kohle hinein. „Hier, nimm diese Laterne und mach’, dass du auf die Erde kommst. Dein Gejammer vertreibt mir ja die Kundschaft!“ 
Mit hängenden Schultern und eingezogenem Kopf, schlich Jack mit der Laterne, genannt Jack o’Lantern, davon. Sein Kürbis leuchtete ihm den Weg zwischen den Welten. Seit jener Nacht ist die Kürbislaterne das Symbol für die ruhelosen Seelen, die weder einen Platz im Himmel, noch einen Platz in der Hölle gefunden haben.
Quelle: kidsweb


Viele Grüße
Nula

Dienstag, 30. Oktober 2012

Der 100. Post, die 50. angemeldete Leserin

Irgendwie habe ich jedesmal den Bloggeburtstag verschlafen. 

Als ich heute den besonderen Zahlenzufall entdeckte beim 100. Post 50 angemeldete Follower zu haben, dachte ich mir, eine gute Gelegenheit euch an meiner Freude über euer Interesse an meinem Blog teilhaben zu lassen.  

Was hier einmal begann, um den Kontakt mit zwei liebgewonnenen Menschen aus einem Forum nicht zu verlieren, hat sich doch deutlich ausgeweitet... so weit, dass es inzwischen drei Blogs sind. Wenn ich eure lieben Kommentare lese, wird mir immer ganz warm im Herzen. Deshalb gibt es jetzt eine Überraschungspäckchen-Verlosung für alle aktiven und passiven LeserInnen, die schöne Überraschungen genauso lieben wie ich.  

Die Enkelmaus wird natürlich nicht im Päckchen sitzen, aber vielleicht bei der Auslosung helfen.

Wer mitmachen möchte hinterlässt bis zum Sonntag, den 11.11. einen Kommentar zu diesem Post. Ich freue mich, wenn ihr die Verlosung auch verlinkt. 

Und für ganz Neugierige:
Der Inhalt wirkt passend zur Jahreszeit wärmend sein. Selbst gemacht und selbst gekauft und selbst gepackt und ganz seltenARTig. Aber eine Überraschung! Mehr verrate ich nicht.







Liebe Grüße
Nula

Mutter - Tochter - Taschen - Projekt

Die erste, sehr anstrengende Zeit der Pubertät scheint mit Kind Zwei langsam überstanden. Vielleicht habe ich aber auch nur meinen Humor und meine Gelassenheit wieder gefunden.  Was ich mit den eigenen Kindern immer deutlich schwieriger und anstrengender finde als mit den Kindern und Jugendlichen, mit denen ich professionell umgehe. Nun, wir zwei beide, die Pubertierin  und ich, haben uns an ein Nähprojekt gewagt. Es sind keine Türen geflogen, es würde nicht gezischt und gefaucht, . . . sondern gemeinsam nach Lösungen gesucht, wenn etwas nicht gleich gelingen wollte.

Im Stoffladen rief ein Stoff im Union Jack Design: "Kauf mich!"  Da dieser Stoff so gut zu einem alten Versprechen passte, habe ich ihm den Gefallen getan. Für unsere Jüngste hatte ich vor einiger Zeit eine Tasche für ihre Geigennoten genäht und dann eine Tasche für die große Schwester begonnen. Leider hat mich dann ein akuter Anfall von Vernähwahnsinn befallen. Die Tasche liegt hier immer noch unvollendet, weil ich beim Annähen der Klappe blöderweise die Innentasche mit zugenäht habe. Grmpf.

Mir fehlte eine Rettungsidee und die Pubertieren fand den Stoff dann sowieso nicht mehr so toll und die Tasche auch zu klein. Im Handarbeitsunterricht hatte sie inzwischen Handarbeitsbeutel für die Patenklasse mit der Nähmaschine genäht. Also, die beste Zeit um ein neues Projek zu starten und die eigenen Fähigkeiten zu erweitern. Und ein tolles Projekt, um miteinander im Gespräch zu sein und manche Klippe mit Humor zu meistern. Iren hat es in ihrem Blogbeitrag so treffend beschrieben,  auch mir geht es so, dass vor allem im gemeinsamen Tun die Präsenz für die Kinder entsteht.



Schnitt aus dem Netz herausgesucht,
aber dann wieder verworfen und entsprechend 
der zukünftigen Nutzung selbst entworfen.
Es sollen zwei Ordner in die Tasche passen, 
dazu noch etwas Krimskrams und 
der Union Jack muss gut zu sehen sein, 
das war die Planungsgrundlage.




Dann wurde der Schnitt munter und mutig auf dem Stoff verteilt.
(Kind vier geigt im Moment fast rund um die Uhr, 
deshalb liegt die Geige im Hintergrund herum.)




Das sieht doch schon ganz fachfrauisch aus.




Die fertige Tasche mit verstellbaren Trageriemen




ist mit Klettverschlüssen verschließbar.



***

Wir hatten eine fleißige Hilfe .
Herr Hund hat während des Nähens die ganze Zeit
die Nähmaschinen-Tasche warmgehalten.







Sonntag, 28. Oktober 2012

Ich war noch niemals in New York

aber gestern mit den Augen und den Ohren fast in der Metropolitan Opera.
Nach einer  grauenhaften !  Zauberflöten - Aufführung vor einem Jahr im Freiburger Theater war der Abstand groß genug, das Experiment Oper erneut zu wagen. Da kam der überraschende Anruf mit dem Kartenangebot gerade richtig. Vielen, vielen Dank!

Die Idee ist genial. Mit 12 Kameras wird die Aufführung aufgenommen und rund um die Welt live übertragen. So gut sieht man oft im Theater  nicht. Die Kameraführung war klasse, der Ton (bis auf einen Aussetzer) ausgezeichnet.

Ach, ich gebe es zu, ich bin ein Fan von klassischen Inszenierungen. Und das war die Aufführung von Otello gestern. Besonders gefallen hat mir Falk Struckmann als Jago.




Wer Lust bekommen hat, die Liste der Kinos, die in Deutschland und Österreich Aufführungen der MET live übertragen ist lang.

Es werden noch
am 8. Dezember von Verdi "Ein Maskenball"
am 15. Dezember  von Verdi "Aida"
am 19. Januar von Donizetti "Maria Stuart"
am 16. Februar von Verdi "Rigoletto"
am 2. März von Wagner "Parzival"
am 27. April von Händel "Julius Cäsar"
aufgeführt.



Einziger Wermutstropfen: die Schlange vor dem Damenklo in der Pause. :-)
Da fielen mir doch beim Anstehen gleich Eure Mütter ein.





Samstag, 27. Oktober 2012

Herbstferien - Samstag im Schneegestöber

Wir hatten ja eigentlich von einem bunten, sonnigen Herbst-Samstag geträumt,
so wie es in der letzten Zeit ja einige Tage gab. Statt dessen hat der Wetterbericht wirklich recht behalten. Seit dem Vormittag ist der Regen in Schnee übergegangen...

So bleibt die Erinnerung an die vergangenen Herbsttage und wunderschöne Spaziergänge vor der Haustür:



an das bunte Laub, dass unter den Füßen raschelte,




an den Blick auf die bunten Laubbäume,




an den Schornstein, der noch Ausruhzeit hatte,




an die Katze,  wie sie gut versteckt 
die warmen Herbstsonnenstrahlen genoss,




an die Kühe, die nach Hause trabten,




an Herrn Hund, der hier gerade überlegt, 
wie er seinen Menschen überzeugen könnte,
noch ein Leckerchen rauszurücken. 


***

So haben wir uns heute also für ein Schnee-Regen-Tag Programm entschieden. Töchterlein 1 versucht sich an einer Umhängetasche mit großer Klappe und braucht hin und wieder Untertützung von mir oder von Herrn SeltenARTig. 

Das jüngste Töchterlein hat emsig Ingwer gerieben und mir beim Kochen des köstlichen Ingwersirup geholfen, den Die Raumfee vor kurzem auf ihrem Blog beschrieben hat. Ich kann euch sagen, er ist wirklich lecker. Die erste Flasche ist schon wieder nur noch halb voll.

Kind drei war inzwischen mit der Enkelmaus beschäftigt. Die beiden freuten sich am Schneegestöber
und waren gut eingemummelt draußen unterwegs. Nun ist die Lütte schon wieder weg.

Und ich schlürfe jetzt noch einen Latte Macchiato, den Herr SeltenARTig gleich fertig hat und dann werde ich nach New York äh, Freiburg düsen. Mir sind Karten für die Metropolitan Oper zugelaufen. Na ja, Kinokarten für die Live-Übertragung. So werde ich heute Abend Otello hören, sehen, genießen... ich freu' mich schon.

Freitag, 26. Oktober 2012

This moment (19)

Inspiriert durch soulemama
{this moment - dieses Moment} - Ein Freitagsritual. Ein einzelnes Foto - keine Worte. Einfache, besondere, außergewöhnliche Moment.


Mittwoch, 24. Oktober 2012

Herbstzeit - Suppenzeit

Es ist nicht immer leicht. im Handumdrehen ein schnelles Mittagessen zu zaubern, dass alle Esser hier am Tisch zufrieden stellt. Reibt sich der eine freudig den Bauch, bekommt die andere bei der Beantwortung der Frage: "Was gibt es denn heute zu essen?" so lange Zähne, dass diese fast auf den Boden reichen.

Kind Vier liebt Eierkuchen, Kind Drei hasst Eierkuchen, Kind Zwei mag sie nur herzhaft;

Kind Drei liebt Penne, Kind Vier ist sie auch ganz gern, Kind Zwei mag nur Spaghetti; aber der eine nur mit ganz feiner Tomatensoße, die nächste am liebsten ohne alles, ach nein, doch mit Käse und die dritte mit Käse-Sahne-Soße;

Kind Drei isst nur Pizza Hawaii, Kind Zwei mag selbstgemachte Pizza fast gar nicht, Kind Vier kann sich zum Glück mit einigen Varianten anfreunden;

"Ihhhh, Milchreis !" - "Oh, lecker Milchreis !"           

( Kind Eins ist inzwischen zum Glück erwachsen und kann seine langen Zähne ganz gut verstecken, wenn er zu Besuch ist. Und die Enkelmaus ist bei ihren samstäglichen Besuchen für ihr Leben gern alles, was auf den Tisch kommt. )

Ihr merkt schon, so eine Kochwoche planen macht Freude. Eine echte Gelassenheitsübung. 
Dazu kommt, dass das Essen entweder ganz schnell kochbar oder vorkochbar sein muss. Denn wenn wir hier mittags einlaufen, ist vor allem Kind Drei kurz vor dem Hungertod, während ich oft so müde bin, dass ich auch gleich schlummernd nieder sinken könnte. So gehen alle Gerichte, die nur schnell warm gemacht werden müssen, am besten. 

Neulich flatterte mir ein Kartoffelsuppenrezept ins Emailfach, dass mit leichter Abwandlung sofort nachgekocht wurde. Es schmeckte den kleinen Langzähnen so gut, dass der arme Herr SeltenARTig, der z. Z. mittags nicht zu Hause ist,  leider nur noch den ausgekratzten Topf zu sehen bekam als am Abend nach der Suppe suchte. 



Wir lieben unsere "Küchenhexe" vor allem im Herbst und Winter -
warmes Essen und warme Küche


Hier unsere Rezeptvariante zum Nachkochen:

Kartoffelsuppe mit Apfel 

Zutaten für 5 Portionen :
50 g Butter
1000 g Kartoffel ( n ) ,  fest kochende ,  gewürfelt
1 Zwiebel ( n ) ,  rote ,  geviertelt
1 Liter Gemüsebrühe
500 g Äpfel ,  geschält und gewürfelt
Salz und Pfeffer
Muskatnuss
Sahne
Für die Garnitur :
Apfel  ( Scheiben )
eventuell Frühlingszwiebeln
Zubereitung :
Die Butter in einem großen Topf zerlassen ,  Kartoffeln und Zwiebel zugeben ,  5 min .   unter ständigem Rühren dünsten .  Gemüsebrühe ,  Apfelwürfel und Gewürze zugeben .  Die Mischung aufkochen und weiter köcheln lassen .  Die Suppe pürieren .  Dann  mit einem Schuss flüssiger Sahne abrunden .  Mit Apfelscheiben und eventuell Frühlingszwiebel-Scheibchen garnieren . 
Dazu ein kräftiges Vollkornbrot reichen .


***

Fünf Esser waren wir, obwohl Herr SeltenARTig nicht dabei war.
Gerade als wir uns zum Essen hinsetzen wollten, klingelte es nämlich.
Eine liebe Freundin stand mit nachträglichen Geburtstagsblümchen vor der Tür. Natürlich hatte sie noch nicht Mittag gegessen. Und so bekam sie auch die leckere Suppe serviert. 
Witzig, sie hatte gerade überlegt, was sie aus dem Wenigen, was sie noch im Kühlschrank und Keller hatte, kochen könnte. Es waren Kartoffeln, Zwiebeln und Äpfel, die sie verarbeiten wollte.





Dienstag, 23. Oktober 2012

Ferien * WUFF !

Das wurde ja auch Zeit !
Ich sitze hier und warte und warte.
Aber in den nächsten 1 1/2 Wochen kehrt hier wieder Ordnung ein. Jawoll !  Wuff !
Da ist das Rudel den ganzen Tag vollständig. So wie es sich gehört !  Wuff !



Mein lieber Hund,
hat dir wohl wieder mal keiner erzählt, dass wir am Mittwoch und Donnerstag zwar unterrichtsfrei, aber doch Kollegiumsarbeitstage haben . . .

Sonntag, 21. Oktober 2012

Herbstsonn(en)tag

War das heute ein wundervoller, sonniger Altweibersommer-Sonntag!
Da haben das älteste Töchterlein und ich kurzerhand unsere Schreibtische nach draußen verlegt.




Es war etwas gefährlich, denn in der nahen Prärie hatten sich Cowboys verschanzt.




Während sich andere Gesellen einen gemütlichen Platz suchten.



Samstag, 20. Oktober 2012

this moment (18)


Inspiriert durch soulemama
{this moment - dieses Moment} - Ein Freitagsritual. Ein einzelnes Foto - keine Worte. Einfache, besondere, außergewöhnliche Moment.

Heute mal am späten Samstag, weil mich meine Erkältung ganz schön gebeutelt hat.




Freitag, 12. Oktober 2012

This Moment (17)

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Donnerstag, 11. Oktober 2012

Kofferfahndung

- Für Larissa 
und alle anderen Chaos-Schwestern im Geiste -


Morgen früh starte ich zu einer Weiterbildung. Heute war der Tag noch einmal knalle voll. Also, so richtig knalle voll. Im kurzen Vorbeiflug im heimatlichen Nest zwischen Unterricht, Arbeitskreis und Konferenzen schnell wenigstens die Wäsche aufgehangen. Nicht, dass ich morgen auf dem Bahnhof und im Zug noch Pfützen hinterlasse, weil ich nasse Sachen trage.

Die Konferenz ging natürlich länger, so dass ich heute erst sehr spät nach Hause kam. . . Schnell noch die Fahrkarte und die Wegbeschreibung ausgedruckt und den Schlafsack gesucht, gesucht, gesucht. . .
Ach ja, der liegt ja seit Neuestem beim Söhnlein Zwei im Schrank und nicht auf dem Dachboden, damit er nicht klamm wird.  Jetzt aber schnell den kleinen Rollkoffer packen . . .
Herrn seltenARTig gebeten, den Rollkofffer vom Dachboden zu holen. Er kam aber mit leeren Händen zurück. "Ähm, wo ist der eigentlich?" Ja, wo? Anderen Menschen geht der Koffer im Urlaub verloren. Ein Klassenkamerad von unserem Ältesten hat seinen Koffer im Zug nach Rom beim Aussteigen im Zug stehen gelassen. Koffer landen im falschen Flieger. Koffer werden vertauscht. Koffer bleiben auf dem Bahnsteig stehen. Aber dass Koffer auf dem Dachboden spurlos verschwinden, davon hatte ich bisher noch nichts gehört. An dieser Stelle begann das große Grübeln. Ja, der kleine Koffer war mit im Urlaub. Ja, er ist auch wieder zu Hause angekommen. Nein, danach haben wir ihn nicht mehr benutzt.


Wo hat sich das Biest bloß versteckt?


Herr seltenARTig hatte dann eine Eingebung, die uns auf die richtige Spur führte.
Ich habe nach dem letzten Urlaub die Koffer sehr sorgfältig weggeräumt. Sie bekamen sogar Schutzhüllen, damit sie nicht so staubig oder feucht werden. Als Sparmaßnahme ( hatte ich schon geschrieben, dass ich neun Jahre in Schwaben gelebt habe?)  hatte ich den kleinen Koffer nach dem Matroschka-Prinzip im großem Rollkoffer verstaut. Und da saß er immer noch brav und unschuldig und war sich keiner Missetat bewusst.






Mittwoch, 10. Oktober 2012

Lesen

“Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. 
Leicht liegt es in der Hand, 
entführt uns von einer Blüte zur nächsten 
und lässt den Himmel ahnen.”  
Lao-Tse



Heute habe ich noch ein ganz feines Geburtstagsgeschenk bekommen. 
Ich liebe Bücher. Bin eine echte Viel- und Schnellleserin. In meinem früheren Beruf sollten wir mal einen Kurs besuchen, der meinen Kolleginnen und mir, die Technik des Schnelllesens vermitteln sollte. Der Kursleiter war irgendwann ziemlich empört, weil ich immer schon fertig war, aber mit seiner Methode viel langsamer las als mit meiner. Er war sich sicher, so kann man nicht lesen. Ich habe schon seit meinen Kindertagen so gelesen und mir war gar nicht klar, dass das so ungewöhnlich ist. Ich habe es dann mit dem Kurs sein gelassen. . . Spannend, unsere Mädchen haben sich das Lesen lange vor der Schule selbst beigebracht und die Jüngste scheint genau so zu lesen wie ich. Das habe ich selbst gar nicht bemerkt. Aber sie hat es dem Vater einer Schulfreundin beschrieben. Als er es mir erzählte, habe ich meine eigene Art zu lesen, darin wieder entdeckt.

Meist lese ich ja inzwischen nur noch Bücher, die mit meinem Beruf zu tun haben. Und in den Ferien den ein oder anderen Mittelalterroman und vielleicht auch ein Märchen. Um so mehr hat mich nun dieses Geschenk gefreut:




Ich musste mich jetzt richtig anstrengen, es aus der Hand zu legen, weil ich den morgigen Schultag noch vorbereiten musste. Aber am Freitag fahre ich mit der Bahn* durch halb Deutschland. Da wird es mich begleiten.

*Ach, habe ich euch schon erzählt, dass es die Bahncard inzwischen für 9 Euro weniger gibt als ich sie gekauft habe. Mein liebes schwäbisches Herz, bitte schlaf einfach weiter und ärger dich nicht.  Das war ja irgendwie wieder klar!


***

Vielen Dank für Eure lieben Geburtstagsgrüße.
Ich habe mich sehr darüber gefreut.

Dienstag, 9. Oktober 2012




Kennt ihr das? Ich bin in der Zahlenwelt  wirklich zu hause, rechne für mein Leben gern und kann mir oft sogar neben meinen Terminen die Termine meiner Kollegen merken.  Aber eines merke ich mir nie. Jedesmal, wenn ich nach einer Weile gefragt werde, muss ich aufs Neue rechnen, weil ich die Zahl wieder vergessen habe. Das geht dann folgendermaßen: "Welches Jahr haben wir jetzt? Ah, 2012. Ich bin 1969 geboren. Dann bin ich ab heute 43."
Ich fand das ja immer wieder peinlich, wenn ich nicht sofort auf die Frage: "Wie alt bis du?" eine Antwort wusste. Bis mir eine Freundin erzählte, dass sie sich schon einmal eine Zeit lang ein Jahr jünger gemacht hat. Nicht, weil ihr ihr Alter unangenehm war, sondern weil sie sich ganz einfach um ein Jahr verrechnet hatte.

***

Obwohl mein Geburtstag heute fast von der Alltagsroutine gefressen wurde (Dienstags ist immer der vollste Tag, bis in den Abend hinein mit Schule und Konferenzen vollgepackt), war es doch ganz schön.
Heute morgen gab es schon von fast der ganzen Familie ein Geburtstagsständchen am Bett.  (Die Lütte ist zum Glück über den Berg, aber singen sollte sie noch nicht wieder.)  Und ein Überraschungsgeschenk von meiner Wunschliste gab es auch. Ich habe endlich wieder eine funktionstüchtige Schreibtischlampe. Jetzt muss nur noch jemand kommen und soviel Platz auf meinem Schreibtisch schaffen, dass ich sie auch hinstellen kann. Nein, ich bin nicht chaotisch. Das Papier auf meinem Schreibtisch vermehrt sich einfach ungefragt und bekommt viel zu schnell Junge.
In der Schule ging es dann mit den Überraschungen gleich weiter. Viele wunderschöne Bilder und Briefe von den Kindern und ein Ständchen von ganz vielen Eltern der Klasse. Die größte Überraschung waren dann die Mittelstufenkinder, die sich auch vor meiner Klassenzimmertür versammelten und mir ein Ständchen brachten.

So, 43 bin ich jetzt, 43, 43, 43, 43 - irgendwann muss ich mir das doch mal merken können.
Eins steht jedenfalls fest: 40 werden fand ich im darauf zu gehen viel schlimmer aufwühlender  als 43 werden.



Montag, 8. Oktober 2012

"Willst Du diesen Ring von mir?"






  
Die Ringe haben die beiden selbst geschmiedet.




Dû bist mîn, ich bin dîn:

des solt dû gewis sîn.
dû bist beslozzen in mînem herzen:
verlorn ist daz slüezzelîn:
dû muozt immer drinne sîn.





Von meiner Schwiegertochter selbst genähtes Brautkleid
aus Seide und Spitze

Söhnlein hat ganz zünftig in seiner Steinmetz-Festagskluft geheiratet.





Ach, war das vorgestern schön!
Ich bin noch immer ganz berührt. So ein schöner Tag - so eine schöne Hochzeit.
So ein strahlender Bräutigam und so eine strahlende Braut. (Und so frohe Bräutigam-Eltern und Geschwister ! ) So ein sonnig warmer Herbstsamstag. So eine feine, individuelle und fröhliche Ansprache im Standesamt.
Und die Hochzeitszeitung ist auch noch in allerletzter Sekunde fertig geworden. Puh! ( Schweiß von der Stirn wisch )


Leider ist unsere Lütte richtig dolle krank geworden, sodass ich mich mit ihr schon ganz bald vom Fest verabschieden musste. Nun ist sie ganz platt mit einer Kehlkopfentzündung, die Arme.














Seit vorgestern bin ich nun also offiziell und amtlich eine Schwiegermutter. Verändert dies etwas in der Beziehung zu unserem großen Sohn und seiner Frau? 
Wenn man bei google der Wort  " Schwiegermutter "  eingibt, kommt folgende Anzeige:


Schwiegermutter: Test und Tipps - BRIGITTE.de






usw.
Da kann einem ja richtig bang ums Herz werden. Ich habe meine Schwiegermutter leider nicht mehr kennengelernt, da sie bereits in unserer Beziehungsanfangszeit  verstorben ist. Wie wäre jetzt mein Bild von einer Schwiegermutter, wenn ich selbst eine gehabt hätte? Wäre es jetzt auch belastet, oder wäre es frei und offen?

Obwohl ich eine sehr belastete Mutter-Tochter-Beziehung habe, ist es mir doch gelungen, meinen nun erwachsenen Sohn so zu begleiten, wie ich es mir für mich selbst auch sehr gewünscht hätte: In Liebe und Freiheit. Wir kennen unsere Macken, können uns so sein lassen, er fragt mich um Rat und geht dann seinen ganz eigenen Weg. Was für ein Glück! So hoffe ich darauf, dass sich diese Toleranz und Offenheit auch auf meine Schwiegertochter erweitern lässt. 



Montag, 1. Oktober 2012

5 vor 12

Ich möchte im Oktober, November, Januar und Februar zu einer Weiterbildung fahren. - Travelling with ... Ich hatte mir recht preiswerte Tickets für Oktober und November gekauft und bei der Buchung festgestellt, dass es eine Sonderaktion für die Bahncard gibt. 4 Monate zum Sonderpreis. Also noch mal 25 % gespart. Das passt ja super, dachte ich bei mir und neun Jahre im Schwäbischen lassen mich manchmal richtig pfennigfuchserisch werden. Also die Idee, ich kaufe die Karte am letztmöglichen Tag. Schlau wäre jetzt gewesen, ich hätte mir auch den letztmöglichen Tag gemerkt! DER WAR GESTERN. Und beinahe wäre er unbemerkt an mir vorbeigezogen und ich hätte mir eine Jahres-Bahncard zulegen müssen, denn die Fahrkarten sind ja nur mit Bahncard 25 gültig.

Kurz vor Mitternacht meinte Herr SeltenARTig zu mir, dass wir dann und dann eine Geburtstagseinladung hätten. Das Datum kam mir bekannt vor. Schnell den Rechner hochgefahren, mein Außenhirn und Notizensammler. ( Hatte ich schon einmal erwähnt, dass ich vom papierlosen Büro träume ? ) Fahrkarte geöffnet. Bingo! Genau da bin ich unterwegs. Und weil ich den Rechner schon mal offen hatte, es war 5 vor Mitternacht, dachte ich mir, 'Schau doch mal, bis wann die Bahncard gebucht werden muss.'  30.9.2012 ! Na super, kennt ihr dass? Unter Zeitdruck gibt es dann natürlich auch noch einen Zahlendreher beim Eintippen der Visa-Nummer. Tick, tick, tick . . .  23.59 Uhr und die Bahncard war gebucht.

Womit ich mich an den kommenden Tagen vergnügen werde:
Auch so eine 5 vor 12 Aktion. Söhnlein Brillant heiratet am kommenden Samstag. Gestern erwähnte er so nebenbei, dass sie sich beide über eine Hochzeitszeitung freuen würden.

Nichts leichter als das, Piggeldi!