Mittwoch, 24. Oktober 2012

Herbstzeit - Suppenzeit

Es ist nicht immer leicht. im Handumdrehen ein schnelles Mittagessen zu zaubern, dass alle Esser hier am Tisch zufrieden stellt. Reibt sich der eine freudig den Bauch, bekommt die andere bei der Beantwortung der Frage: "Was gibt es denn heute zu essen?" so lange Zähne, dass diese fast auf den Boden reichen.

Kind Vier liebt Eierkuchen, Kind Drei hasst Eierkuchen, Kind Zwei mag sie nur herzhaft;

Kind Drei liebt Penne, Kind Vier ist sie auch ganz gern, Kind Zwei mag nur Spaghetti; aber der eine nur mit ganz feiner Tomatensoße, die nächste am liebsten ohne alles, ach nein, doch mit Käse und die dritte mit Käse-Sahne-Soße;

Kind Drei isst nur Pizza Hawaii, Kind Zwei mag selbstgemachte Pizza fast gar nicht, Kind Vier kann sich zum Glück mit einigen Varianten anfreunden;

"Ihhhh, Milchreis !" - "Oh, lecker Milchreis !"           

( Kind Eins ist inzwischen zum Glück erwachsen und kann seine langen Zähne ganz gut verstecken, wenn er zu Besuch ist. Und die Enkelmaus ist bei ihren samstäglichen Besuchen für ihr Leben gern alles, was auf den Tisch kommt. )

Ihr merkt schon, so eine Kochwoche planen macht Freude. Eine echte Gelassenheitsübung. 
Dazu kommt, dass das Essen entweder ganz schnell kochbar oder vorkochbar sein muss. Denn wenn wir hier mittags einlaufen, ist vor allem Kind Drei kurz vor dem Hungertod, während ich oft so müde bin, dass ich auch gleich schlummernd nieder sinken könnte. So gehen alle Gerichte, die nur schnell warm gemacht werden müssen, am besten. 

Neulich flatterte mir ein Kartoffelsuppenrezept ins Emailfach, dass mit leichter Abwandlung sofort nachgekocht wurde. Es schmeckte den kleinen Langzähnen so gut, dass der arme Herr SeltenARTig, der z. Z. mittags nicht zu Hause ist,  leider nur noch den ausgekratzten Topf zu sehen bekam als am Abend nach der Suppe suchte. 



Wir lieben unsere "Küchenhexe" vor allem im Herbst und Winter -
warmes Essen und warme Küche


Hier unsere Rezeptvariante zum Nachkochen:

Kartoffelsuppe mit Apfel 

Zutaten für 5 Portionen :
50 g Butter
1000 g Kartoffel ( n ) ,  fest kochende ,  gewürfelt
1 Zwiebel ( n ) ,  rote ,  geviertelt
1 Liter Gemüsebrühe
500 g Äpfel ,  geschält und gewürfelt
Salz und Pfeffer
Muskatnuss
Sahne
Für die Garnitur :
Apfel  ( Scheiben )
eventuell Frühlingszwiebeln
Zubereitung :
Die Butter in einem großen Topf zerlassen ,  Kartoffeln und Zwiebel zugeben ,  5 min .   unter ständigem Rühren dünsten .  Gemüsebrühe ,  Apfelwürfel und Gewürze zugeben .  Die Mischung aufkochen und weiter köcheln lassen .  Die Suppe pürieren .  Dann  mit einem Schuss flüssiger Sahne abrunden .  Mit Apfelscheiben und eventuell Frühlingszwiebel-Scheibchen garnieren . 
Dazu ein kräftiges Vollkornbrot reichen .


***

Fünf Esser waren wir, obwohl Herr SeltenARTig nicht dabei war.
Gerade als wir uns zum Essen hinsetzen wollten, klingelte es nämlich.
Eine liebe Freundin stand mit nachträglichen Geburtstagsblümchen vor der Tür. Natürlich hatte sie noch nicht Mittag gegessen. Und so bekam sie auch die leckere Suppe serviert. 
Witzig, sie hatte gerade überlegt, was sie aus dem Wenigen, was sie noch im Kühlschrank und Keller hatte, kochen könnte. Es waren Kartoffeln, Zwiebeln und Äpfel, die sie verarbeiten wollte.





Kommentare:

  1. Um deine Küchenhexe könnte ich dich beneiden :-)
    Und das Rezept hört sich ja wirklich mal interessant an!
    Kartoffeln und Äpfel :-) da bin ich gespannt.
    Aber lass mal, bei uns ist das mit der Esserei genau das Gleiche ... Hihi
    Viele liebe Grüße Urte

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  2. hehe^^ - so bleibt man kreativ. ;)
    - und das rezept klingt echt lecker! da hätte ich auch reingehauen. wobei.... als kind wohl eher nicht. da gingen bei mir pommes nur in form von pommes oder puffern. ;)

    liebe grüße zu euch,
    sarah maria

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  3. Liebe Nula ,

    die Probleme rund um`s Essen habe ich auch immer hier zu Hause. Wenn einer von den Süssen mal wieder etwas nicht mag heisst es dann meistens ganz spontan : Ich habe gar kein Hunger ! Ja , genau !!!

    Dein Kartoffelsuppenrezept hört sich gut an , aber ich weis nicht , ob es bei uns alle essen würden ! Die Zwiebel müsste ich auf jeden Fall weglassen , da mein großer absolut keine Zwiebeln mag.
    Und schon haben wir wieder DAS PROBLEM !
    Kochst du auch auf der Küchenhexe ?
    Sei lieb gegrüßt
    Anja

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    1. Liebe Anja,

      die Zwiebeln waren püriert *"diabolisches" mütterliches Grinsen* . Sonst wäre es hier auch gar nicht gegangen. - Ich war selbst sehr erstaunt, dass der Suppentopf sich so schnell leerte.

      Wenn die Küchenhexe an ist, nutze ich sie auch zum Kochen...
      Morgens kocht das Teewasser und der Espresso darauf und die Brötchen oder das Brot werden darin aufgebacken. Es ist so schön gemütlich, wenn die Küchenhexe knistert und ihre Wärme verbreitet.
      Und die beiden Jüngsten lieben es, sich im Herbst und Winter am warmen Ofen anzuziehen. Deshalb steht auch ein Hocker am Schornstein, der auch vom großen Bauernstubenofen schön warm ist.
      Im Winter koche ich dann häufig auch richtig Essen darauf. Das geht noch viel schneller als auf meinem Gasherd. Und an vielen kühlen Sonntagen im Jahr, wenn es warmes Abendessen geben soll, und die Kinder aus der Badewanne kommen, dann ist die Küchenhexe auch immer geheizt.

      Liebe Grüße
      Nula

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  4. Liebe Nula,

    gerade als ich mir die Frage stellte, was denn Kind Eins bekommt, hast du sie beantwortet.

    Bei uns ist es erfreulicherweise etwas einfacher. Im Grunde wird gekocht, was ich (auch) mag und riechen kann. Grünkohl zum Beispiel geht gar nicht und ist das einzige Gemüse, was niemals nicht im schwanenweißen Haus Einzug halten wird. Muskat ist auch ein absolutes NoGO Andere Gemüsesorten, die ich nicht esse, koche ich aber trotzdem für Herrn Schwanenweiß. Er isst so ziemlich alles. Bei Linsensuppe ist er etwas pinschietrich. Ein Rezept dafür haben Sohnemann und ich mal aus einem Mutter-Sohn-Wellness-Wochenende "mitgebracht", essen die Suppe (püriert und lecker abgeschmeckt mit Apfelsaft und Himbeeressig) dann halt alleine...

    Deine Küchenhexe ist genial. Darauf entstehen bestimmt wunderbare Mahlzeiten.

    Fröhliche Grüße

    Anke

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  5. Oje, das klingt ja wirklich schwierig! Wie machst du das denn jeden Tag? Bekommt dann jeder was anderes zu essen? Und ich dachte schon ein Kind mit einer ausgeprägten Vorliebe für Kartoffelbrei mit Ei wäre anstrengend....
    Liebe Grüße
    Tina

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  6. Liebe Nula, bei uns gab es heute Abend auch Suppe, Hokkaido mit Kartoffeln und Möhren und Zwiebel... püriert, ganz klar und Sahne... lecker. Euer Ofen sieht richtig gemütlich aus, eine Kunst darauf zu kochen, nix mit "schalt mal runter" , oder? puh, das war eine Woche, ich könnt fast im Kindi übernachten... aber nächste Woche mach ich auch ein paar freie Tage und fahr weg... liebe Grüße, von der JULE

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  7. Liebe Nula,
    sag mal warst Du Heinzelfrau und hast bei mir heimlich versteckt gesessen? Mein Krümel isst leider auch keine Kartoffelsuppe, dafür heißt er mit zweitem Namen Pfannkuchen - grins.
    In Deiner Erzählung habe ich mich so widergefunden.
    Bist Du wieder gesund?
    Ein wunderschönes Wochenende wünscht Dir
    Kirsten

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  8. Eines der Lieblingsherbstgerichte meiner Kindheit war "Kartoffelsuppe mit Apfelküchle" - die Kartoffelsuppe mit viel Liebstöckel und die Apfelküchle dazu mit Zimtzucker. Warum also nicht beides zusammen? Das werde ich bestimmt mal ausprobieren, danke für das Rezept!

    Lieber Gruß, Katja

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  9. *kicher* wenn ich schon wieder gefragt werd, was es heute gibt, sag ich manchmal in anlehnung an meine mutter: "überbackene kellertreppen!"
    bei meinen drei damen gibt es neben individuellen geschmäckern auch noch die variante 'heute nein-morgen ja'. besonderes die jüngste verschmäht manchmal das essen, bei der nächsten mahlzeit aber haut sie sich den bauch mit den resten voll. ebenso wie sie salat meist nicht mag, aber rohkost händeweise futtert.
    alldieweilundüberhaupt koch ich, was ICH mag, und wer das nicht mag, hat wohl nicht genug hunger... *fiese mama ich*

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