Donnerstag, 11. Oktober 2012

Kofferfahndung

- Für Larissa 
und alle anderen Chaos-Schwestern im Geiste -


Morgen früh starte ich zu einer Weiterbildung. Heute war der Tag noch einmal knalle voll. Also, so richtig knalle voll. Im kurzen Vorbeiflug im heimatlichen Nest zwischen Unterricht, Arbeitskreis und Konferenzen schnell wenigstens die Wäsche aufgehangen. Nicht, dass ich morgen auf dem Bahnhof und im Zug noch Pfützen hinterlasse, weil ich nasse Sachen trage.

Die Konferenz ging natürlich länger, so dass ich heute erst sehr spät nach Hause kam. . . Schnell noch die Fahrkarte und die Wegbeschreibung ausgedruckt und den Schlafsack gesucht, gesucht, gesucht. . .
Ach ja, der liegt ja seit Neuestem beim Söhnlein Zwei im Schrank und nicht auf dem Dachboden, damit er nicht klamm wird.  Jetzt aber schnell den kleinen Rollkoffer packen . . .
Herrn seltenARTig gebeten, den Rollkofffer vom Dachboden zu holen. Er kam aber mit leeren Händen zurück. "Ähm, wo ist der eigentlich?" Ja, wo? Anderen Menschen geht der Koffer im Urlaub verloren. Ein Klassenkamerad von unserem Ältesten hat seinen Koffer im Zug nach Rom beim Aussteigen im Zug stehen gelassen. Koffer landen im falschen Flieger. Koffer werden vertauscht. Koffer bleiben auf dem Bahnsteig stehen. Aber dass Koffer auf dem Dachboden spurlos verschwinden, davon hatte ich bisher noch nichts gehört. An dieser Stelle begann das große Grübeln. Ja, der kleine Koffer war mit im Urlaub. Ja, er ist auch wieder zu Hause angekommen. Nein, danach haben wir ihn nicht mehr benutzt.


Wo hat sich das Biest bloß versteckt?


Herr seltenARTig hatte dann eine Eingebung, die uns auf die richtige Spur führte.
Ich habe nach dem letzten Urlaub die Koffer sehr sorgfältig weggeräumt. Sie bekamen sogar Schutzhüllen, damit sie nicht so staubig oder feucht werden. Als Sparmaßnahme ( hatte ich schon geschrieben, dass ich neun Jahre in Schwaben gelebt habe?)  hatte ich den kleinen Koffer nach dem Matroschka-Prinzip im großem Rollkoffer verstaut. Und da saß er immer noch brav und unschuldig und war sich keiner Missetat bewusst.






Kommentare:

  1. Oh nein, das hätte mir "passieren" können ;o)!Ich wünsche dir von Herzen eine supertolle,stressfreie, spannende Weiterbildung!Ganz,ganz viele, liebe Grüße,Petra

    AntwortenLöschen
  2. Liebe, liebe Nula,

    zuerst einmal hast Du mir ein Lächeln entlockt, denn meines Wissen wurde ich erst zum zweiten Mal in meinem uuuurlangen Leben namentlich in einem Blog erwähnt ;-)))

    Und zum anderen mußte ich herzhaft lachen, denn auch mir sind erst wieder zwei Chaos-Geschichten passiert :-)

    Die erste war vor 4 Wochen, als ich auch zu einem Ausbildungswochenende los wollte... Schnell noch den Schlafsack einpacken und dann los... Äh, Schlafsack? Herrje, ich habe gesucht und gesucht und gesucht und die Wahrscheinlichkeit, daß wir an diesem Wochenende draußen schlafen würden, war groß. Hm, aber am Tag zuvor hat sich Chaos-Larissa noch keine Gedanken drum gemacht... *stöhn* ;-)! Letztendlich kam dann raus, daß meine Tochter mal woanders geschlafen hat und den Schlafsack dort gelassen hat. Leider war Töchterlein woanders und wußte die Adresse nicht namentlich. So mußte ich sie erst abholen und sie zeigte mir den Weg, zum Glück waren die Hausbewohner gerade daheim und nicht unterwegs! Mit 20 Min. Verspätung kam ich dann zur Ausbildung am Ammersee an ;-)

    Morgen (bzw. heute, ist grad nach Mitternacht!) fahre ich wieder da hin - und huch, mir fällt grad ein, da war noch was, der Schlafsack... ich glaube, ich such ihn lieber noch vor dem Schlafengehen ;-)!!!

    Ganz liebe Grüße von Larissa, immer noch grinsend über Deine Koffergeschichte und übrigens mit Schwaben-Genen und einer Kindheit und Jugend in Schwaben gesegnet *kicher*

    AntwortenLöschen
  3. ... und du siehst, ich bin Chaos pur, die zweite fehlt noch ;-)

    Heute fehlte das Rad meines Jüngsten... äh, komisch, das war doch irgendwie schon länger nimmer da, so genau betrachtet? Alles abgesucht... ohje, nicht da...

    Mist, Rad wurde also geklaut, war aber nicht versichert... Tja, absolut blöd gelaufen... Schöner Mist, mal ein Rad so ungeplant kaufen zu müssen, zumal in ca. einem Jahr eh ein größeres fällig wäre...!

    Bis, ja bis da so ein Gedanke kam... da war doch neulich was, als der Freund meiner Großen nach Hause wollte... und nicht laufen wollte... Wah!!!

    Richtig, er hatte es seitdem in seinem Keller stehen... Zwei Vergessliche auf einem Haufen, das konnte nicht gut gehen ;-)

    Aber jetzt ist das Radl wieder da und alles ist gut ;-)

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Nula, das kommt davon, wenn man aufräumt - ich finde dann auch regelmäßig die Sachen nicht wieder! Am schlimmsten aber sind "todsicherer" Verstecke von Geburtstagsgeschenken.... die sind dann sogar vor der Versteckerin sicher! Aber schon meine Oma brachte sowas fertig und wochenlang kamen Überraschungen zu Tagen... wochenlang nach dem Geburtstag natürlich... dir wünsch ich eine schöne Fortbildung! ganz liebe Grüße, von der JULE

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Jule,

      oh, das kenne ich auch. Eigentlich gibt es für so was Plätze im Kleiderschrank. Aber ich habe für einen Kindergeburtstag mal super süße tolle kleine Preise gekauft, die ich auch erst zwei Jahre später beim Umzug wiedergefunden habe. - ein todsicheres Versteck eben -

      Liebe Grüße
      Nula

      Löschen
  5. Das kommt mir bekannt vor, liebe Nula. Ich meine das Matroschka-Prinzip. So verstaue ich auch meine Koffer. Schließlich brauche ich den Platz auf dem Boden für meine Wollvorräte...

    Fröhliche Grüße

    Anke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich dachte beim WEegräumen wohl auch, das ist eine gute Lösung.
      Nur hatte ich nicht mit meiner Amnesie gerechnet.

      Liebe Grüße
      Nula

      Löschen
  6. Hi hi - bei mir gehen auch dann immer Sachen verloren, wenn ich sie ordentlich wegpacke. Oder noch besser: einmal woanders hinräume. Noch besser, jemand anderer räumt auf - dann findet hier keiner mehr etwas!
    So wurde wohl aus einem entspannten Koffer vom Dachboden holen ein recht hektische Suche nach demgleichen. Je kürzer die Zeit, desto größer die Hektik ( oder bleibst Du nach wie vor ganz ruhig und entspannt?).
    Liebe Grüße Tinki

    AntwortenLöschen
  7. Oh Mann Du Arme, da sucht und sucht Frau und dann so etwas. Aber liebe Nula, das hätte ich sein können. Ist es dann mal ordentlich weggeräumt, dann finde ich es nicht mehr.
    Ein tiefes Ohm lässt Dich bestimmt wieder durchatmen.
    Fühle Dich gedrückt und umärmelt. Ganz liebe Grüße Kirsten

    AntwortenLöschen