Samstag, 6. April 2013

Schlaft, Püpplein, schlaft

Kinder, hingebungsvoll ins Spiel versunken, sind immer wieder eine Freude für mich. Manchmal bin ich ganz erstaunt, wie sehr unsere beiden Jüngsten mit ihren fast 10 und 12 Jahren immer noch fantasievoll spielen können. Draußen tauchen sie mit den Nachbarskindern stundenlang in verschiedene Rollenspiele ein und Bullerbü scheint oft doch in Deutschland zu liegen.

Auch drinnen wird noch viel gespielt. Unsere Jüngste ist eine liebevolle Puppenmutter. Alle Puppenkinder werden immer wieder gut versorgt. Heute wollte sie wissen, wie schwer denn 2jährige sind, denn sie müsse noch für ein Puppenkind die Anmeldung für den Kindergarten ausfüllen.
Da stand sie dann mit einem selbst entworfenen Formular und füllte es ganz gewissenhaft für ihr Puppenkind aus. (Warum das Gewicht für die Kindergartenanmeldung wichtig ist, war uns anderen allen ein Rätsel.)

Auch mit dem Puppenhaus, das früher ihrer großen Schwester gehört hatte, spielt sie sehr gern. Eigentlich ist das Puppenhaus, genauso wie der Kaufmannsladen immer nur eine bestimmte Zeit im Jahr für die Kinder bespielbar. Sonst stehen beide auf dem Dachboden. Der Kaufladen wird immer am Heilig Abend gut befüllt mit allerlei Leckerem (Rosinen, Nüssen, Datteln, Gummibärchen,...) und steht dann  im Esszimmer. Dort bleibt er oft bis Lichtmess stehen, so wie auch unser Weihnachtsbaum. War der Kaufmannsladen wieder auf dem Dachboden verschwunden, kam das Puppenhaus herunter. Durch die zeitliche Begrenzung blieb manches Spielzeug für alle unsere Kinder über viele Jahre interessant.

Seit Töchterlein Klein mit ihrer Freundin so beglückend Puppenhaus gespielt hatte, war klar, diesmal steht das Puppenhaus hier viel, viel länger als sonst. Täglich wird im Puppenhaus geräumt und umdekoriert, gebastelt und gemalt. Für das große Puppenmutterglück fehlte noch einiges. Erster Herzenswunsch war schönes Bettzeug für die Puppenkinder. Der ließ sich ganz leicht mit ein paar Stoffresten, etwas Vlies und ein paar Webbändern erfüllen.


Für's Doppelbett der Eltern





Für Brüderlein und Schwesterlein




Schlafzimmer: Der Teppich war in der Osterpost von der Patin



Kinderzimmer:
...und den Schrank hat Töchterlein heute für 3 Euro
im Bioladen erbeutet.  



Ach, ich freu mich, für solche Aktionen ist meist nur in den Ferien genug Zeit. Und dann muss die Nähmaschine erst einmal aufgebaut werden,... Aber war für eine Freude, Töchterlein Klein nun so froh zu erleben. Gleich wird wieder gepuppt und geräumt. Das nächste Seeligkeitsding sind Handtücher. Solche, wie ich sie schon für die Freundin von Töchterlein Klein zum Geburtstag gehäkelt habe. Mal sehen, wann ich dazu komme.






Kommentare:

  1. Huhu,

    du versetzt mich in Kindheitserinnerungen. Denn genauso war es bei uns, der Kaufmannsladen wurde auch am Hl. Abend aufgestellt und war auch immer neu befüllt. Ebenso war es mit der Puppenstube. Wunderschön diese Rituale. Ich werde diese Tradition auch wieder aufleben lassen. Bei meinen größeren Kindern habe ich es auch so gemacht, aber bei Lotta steht der Kaufmannsladen seit Weihnachten. Aber ich werde ihn auch mal zwischendurch abbauen. Danke, dass du mich erinnerthast.

    Lg

    Barbara

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  2. Was für schöne Bettwäsche du genäht hast. Da würde ich gerne noch mal Kind sein. Ich hatte nie eine Puppenstube und war immer begeistert, wie gerne unsere mit der Selbstgebauten vom Opa spielten. Die gab es auch nur zeitweise. So wie viele andere Sachen, die ich in unregelmäßig regelmäßigen ;-) Abständen vom Keller in die Kinderzimmer und retour brachte. Das machte so manches Spielzeug immer wieder interessant.
    Ich bin froh, dass wir die Möglichkeit der Abwechslung hatten. Nicht jeder hat den Platz.

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  3. Das erinnert mich auch an meine Kindheit. Kaufmannsladen und Puppenhaus, so schön.
    LG Donna G.

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  4. Ach, wie herrlich!
    Da hattet ihr ja ordentlich zu tun in den Ferien :-)
    Ganz viele liebe Sonntagsgrüße Urte

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  5. Ich kann das so gut nchfühlen, liebe Nula.

    Ich hatte eine Puppenstube, die mein Vater gebaut hatte. Dafür habe ich mir irgendwann die Gardinen selber zugeschnitten. Meine Schwester besaß auch eine (gekaufte), und zusammen haben wir herrlich und lange Zeit damit gespielt. Allerdings sind wohl beide nicht mehr da, was ich sehr schade finde. Unseren Kaufmannsladen konnte ich "retten". Der steht auf dem Dachboden bei mir und wartet darauf, dass ich ihn seiner neuen Bestimmung zuführe.

    Danke für Erinnern helfen, das mag ich sehr.

    Allerbeste Grüße

    Anke

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  6. Was eine tolle Idee....wir haben auch immer mal wieder andere Dinge zum Spielen da und wieder nicht. Seit dem Umzug ist aber irgendwie immer noch nicht alles wie es mal sein soll.
    Schöne Möbel und wirklich schöne Bettwäsche. Man sieht die Liebe im Detail.

    Herzensgrüße
    Lyn

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  7. Wirklich toll solch schöne Ausstattung - das ist doch der Traum jeder kleinen Puppenmutter!
    Ganz liebe Grüße Tinki

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