Montag, 29. Juli 2013

Sommerferien-Programm damals und heute

Nach dieser enormen Hitze war der Regentag heute ein richtiger Genuss. Auch diesen haben wir, wie die vergangenen drei Tage, eher sehr faul verbracht. Beim Nachmittags-Latte-Macchito haben wir uns an unsere Kindheit erinnert und was wir damals in den Ferien unternommen haben.

Den Ausblick gibt es ganz ohne Verreisen (fast vor der Haustür)

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Verreisen mit der ganzen Familie war keine Selbstverständlichkeit. In meiner ganzen Kindheit habe ich mit meinen Eltern zusammen zwei Urlaubsreisen erlebt. Die eine Reise führte ins Erzgebirge. Damals war ich 6 Jahre alt. Wie märchenhaft erschien mir als Kind der Name des Ortes: Bärenfels. Die Berge, das Ferienheim, die Häuser, die vom Baustil so anders aussahen, die Fahrt mit der Dampfeisenbahn, der Spielplatz, das Essen im Restaurant des FDGB-Ferienheims, ... eine fremde, abenteuerliche Welt. Wie erstaunlich gut ich mich daran noch erinnere. Einige Jahre später reisten wir an die Ostsee. Merkwürdigerweise sind meine Erinnerung daran viel verschwommener.

Sommerferien - oder auch große Ferien genannt, das hieß also vor allem lange schlafen, viel lesen und im See, dessen Badeufer direkt vor der Haustür meines Elternhauses lag, baden gehen. Und in den ersten Schuljahren war ich zu meiner großen Freude für die Ferienspiele in der Schule angemeldet. Dort gab es immer ein tolles Programm (und leckeren Tee aus großen Eimern mit der Suppenkelle in die Tassen geschöpft, der war mir als Kind sehr wichtig).  Sehr oft bin ich auch ins Ferienlager gefahren. Und hin und wieder gab es auch einmal einen Familienausflug in die Berliner Museen oder nach Potsdam mit seinen Sehenswürdigkeiten. 8 Wochen schulfrei vergingen so wie im Fluge.

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Und heute? Bisher sind wir alle Sommerferien wenigstens ein paar Tage verreist. Die letzten 7 Jahre haben wir meist in dieser Zeit unser Heim mit einer uns unbekannten Familie über Homelink getauscht und immer gute Erfahrungen damit gemacht. Es ist toll, eine Zeit lang zu erleben, wie andere leben, wie sie ihren Alltag gestalten,... Am spannendsten sind für mich natürlich immer die Bücherregale. Außerdem hat man beim Haustausch eine gut ausgestattete Ferienwohnung/-haus meist jenseits von allen Touristenhochburgen. So entstanden auch interessante Begegnungen mit den Einheimischen. Oft schon kehrten wir mit vielen wundervollen Anregungen für das eigene Leben nach solch einem Wohnungstausch zurück.
Zuvor sind wir lange auf einen wundervollen Bioland-Bauernhof in Franken gefahren. Unsere Kinder kennen es also, dass wir in den Sommerferien auch unterwegs sind. Sie kennen es aber auch, dass wir jede Ausgabe gut überlegen müssen. Spannend, wie sie mit der diesjährigen Situation umgehen werden. 

Die Pubertierin verabschiedet sich demnächst für 14 Tage nach Berlin. Oma, Opa, Schwager, ihre Patin werden ihr ein buntes Programm bieten. Der unübertreffliche Höhepunkt dabei wird am 11.8.2013 stattfinden. Wie gut, wenn man fast 15 ist und einen tollen Onkel hat! 
Und die beiden Jüngeren? Unsere kleine Gemeinde bietet ein super Kinderprogramm an. Viele Vereine habe sich etwas einfallen lassen. Von Airbrushen, über Golf spielen,....,Pizza backen,... bis zum Zirkus für Kinder geht das Programm. Und wundervoller Weise gab es noch einige freie Plätze. Bei manchen Events stehen die beiden auf der Warteliste. Außerdem werden wir einige Ausflüge machen, wenn es nur nicht gleich wieder so heiß wird.

Heute nun an diesem wundervollen kühlen Regentag haben wir uns mit einem Familien-Kinderkino-Abend vergnügt. Auch ein Event, das es nur in den Ferien und selten an einem Schulwochenende gibt. "Hände weg von Mississippi" stand auf dem Programm.

  



Sonntag, 28. Juli 2013

Sonntagsfreuden

Wenn Söhnlein Klein und die jüngste Schwester plötzlich im Zimmer stehen und sagen:

"Wir kochen heute",
dann ist das eine echte Sonntagsfreude.

Die zwei banden sich die Schürzen um, setzten das Nudelwasser selbst auf den Gasherd und entzündeten das Feuer, beratschlagten, welche Soße es geben sollte,...
Nur zum Zwiebelschälen war ich und zum Nudeln abgießen war Herr Seltenartig gefragt.
Den Rest regelten die beiden selbst, ganz ohne Zank! Es gab Spirelli mit Bolognese. Die Kochzeit wurde mit dem Kurzzeitwecker akkurat eingestellt, die Soße fein abgeschmeckt. Und fast alles räumten die beiden nach dem Kochen wieder auf.

Eine echte Sonntagsfreude so ein unerwarteter "Restaurantbesuch".

(Nur an ein Foto habe ich nicht gedacht. Dafür hat es super geschmeckt.)

Mehr Sonntagfreuden gibt es hier
Nach einer Idee von Maria vom Kreativberg




Freitag, 26. Juli 2013

This Moment

 inspiriert durch soulemama
{this moment - dieser Moment} -
Ein Freitagsritual. Ein einzelnes Foto - keine Worte. 
Einfache, besondere, außergewöhnliche Momente.







Ferien - endlich - juchu!

Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure Grüße, guten Gedanken,...
Nun sind sie endlich da, die Ferien.
Und fast alles ist geschafft, was erledigt werden sollte konnte.
















Der Berg, der vor den Ferien erledigt werden musste, liegt hinter uns. Er erschien riesig. Aber manches macht man sich innerlich  auch selbst so groß, glaube ich. Vielleicht ein bisschen wie der Scheinriese Herr Tur Tur, der ja von Nahem betrachtet, auch viel kleiner ist, als er aus der Ferne erscheint.

Wenn man die Dinge an sich rankommen lässt und beginnt, das Notwendige von dem Drängenden zu unterscheiden, schrumpfen sie. Dazu ist natürlich immer wieder der Einsatz des Wörtchens "Nein!" das Zaubermittel der Wahl.


"Die Fähigkeit, das Wort "Nein" auszusprechen, 
ist der erste Schritt zur Freiheit."
(Nicolas Chamfort)


Euer Daumendrücken für Töchterlein Groß (und ihre Möglichkeiten, sich in 7 Prüfungen gut zu verkaufen)  hat leider nicht ausgereicht. So war neben der sowieso schon vorhandenen Fülle zu Schuljahresende auch noch das Auffangen ihrer seelischen Achterbahnfahrt angesagt. Sie weiß immer noch, was sie will. Das ist schon mal gut! Aber der stimmige Weg ist noch nicht gefunden. Vielleicht tut er sich ja nach den Ferien auf.

Ich bin auf diese Ferien sehr gespannt. Unser Haushaltsetat lässt nur Ferien in "Bad Meingarten" zu.  Aber wir wohnen ja, wo andere Urlaub machen! 

Irgendwie liegen Veränderungen in der Luft. Ich bin offen dafür, weiß aber gar nicht, was ich ahne und spüre. Kennt ihr das auch manchmal?


Samstag, 20. Juli 2013

Befindlichkeits-Telegramm

+++  Zeugnisse +++ auf + den + (aller) + letzten + Drücker +++
+++ Elternabende +++
+++ Elterngespräche +++
+++ Theater + spielen +++
+++ Quartalsfeier +++
+++ hoch + fieberndes + Kind +++
+++ Vorspiel + bei + der + Geigenlehrerin +++
+++ große + Tochter + wieder + einsammeln / Krise +++
+++ viel + mehr +++
+++ noch + mehr +++
+++ wenig + Schlaf +++
+++ noch + weniger + Schlaf +++
+++ Ferien + in + Sicht +++ freu + freu +++
+++ Panik +++ Ist + alles, + was + getan + werden + muss + noch + zu + schaffen? +++

... dann geht es hier weiter.

Freitag, 12. Juli 2013

this moment

Inspiriert durch soulemama
{this moment - dieser Moment} -
Ein Freitagsritual. Ein einzelnes Foto - keine Worte. 
Einfache, besondere, außergewöhnliche Momente.


Sonntag, 7. Juli 2013

Auf den Weg machen

War es nicht erst vor Kurzem, dass unsere Pubertierin eingeschult wurde?
Mutig schritt sie als Erste unter dem geschwungenen Seidentuch hindurch auf ihre Klassenlehrerin zu. Acht Schuljahre sind seit dem vergangen. Die Klassenlehrerzeit  ist vorbei. Die Achtklassarbeit ist präsentiert, das Klassenspiel gespielt; noch einmal waren alle zusammen unterwegs, die Klassenlehrerin ist verabschiedet worden, ... 
Acht Schuljahre, nicht immer waren sie leicht für unser Töchterlein. 


Nun steht sie da mit einem erstaunlichen Selbstbewusstsein und einer großen Klarheit. Sie weiß, was sie will - wo es sie hin zieht. Sie hat ein beeindruckend klares Bild, was sie einmal studieren möchte und so gar wo. Hier zeigt sich wieder einmal ihre starke Willenskraft, die sie schon mit auf die Welt brachte. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sich in Geburtssituationen oft Wesenhaftes offenbahrt, was einen Menschen sein ganzes Leben lang begleiten kann.

Für mich erst sehr überraschend stand ihr Entschluss im Raum, die Schule zu wechseln. Sie möchte auf ein Gymnasium mit Musikprofil. Und sie wäre nicht sie, wenn sie sich nicht ein bestimmtes ausgesucht hätte. Das Gespräch mit dem Rektor verlief sehr gut. Wir waren alle sehr angetan, vor allem aber unser Kind. So fiel es mir dann doch leichter, den Entschluss zu verdauen.

Die Einstufungsprüfungen erfolgen nun an einem anderen Gymnasium, weil die Gymnasien die verschiedene Altersstufen der Quereinsteiger untereinander aufgeteilt haben. Morgen beginnt eine spannende Woche. Jeden Tag hat sie eine schriftliche Prüfung. Ab Mittwoch kommen noch mündliche Prüfungen dazu.

Fleißig hat sie in den letzten Wochen gearbeitet, hat ihre Epochenhefte durchgesehen, sich Bücher herausgesucht und durchgearbeitet, Probearbeiten geschrieben, sich selbst benotet, ... Und sie hatte viel Freude daran.

Nun hoffe ich von ganzen Herzen, dass sie in dieser Woche ihren Mut, ihr Selbstbewusstsein und ihren Enthusiamus behält, (denn ich weiß sehr wohl, wie verschieden Schulen ticken können) und dass sie so erfolgreich ist, wie sie es sich wünscht.

Wenn ihr die Woche über einen Daumen übrig habt, könntet ihr ihn vielleicht für sie drücken.



Sonntagsfreude

Sommer...endlich!
Vom Vogelgesang auch in der Woche geweckt werden, Blumenduft, Lagerfeuer, draußen sitzen bis nach Sonnenuntergang, warmer Sommerwind, Grillengezirpe, Glühwürmchen, ...



Bis zu den Sommerferien dauert es noch ein bisschen. 
Vor allem, weil mir noch ein großes "Ich muss noch" im Nacken sitzt. 
Aber im Sommergarten wird alles Müssen ganz klein. 
Eine echte Sonntagsfreude einfach draußen zu sitzen und die Seele baumeln zu lassen.

Mehr Sonntagsfreuden-Sammler gibt es bei Maria vom Kreativberg zu entdecken. 

Freitag, 5. Juli 2013

This moment



Inspiriert durch soulemama

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Einfache, besondere, außergewöhnliche Momente.



Montag, 1. Juli 2013

Japan und Bayern auf dem Abendbrotstisch

Nein, nicht Weißwürste mit Wasabi-Senf...


Die Pubertierin  hält es beim Essen seit einiger Zeit mit den Ärzten und singt munter: "Ich ess Blumen..." vor sich hin, wenn alle zum Esstisch gerufen werden. So heißt es jetzt nicht nur die Vorlieben und Abneigungen unserer Kinder bedenken (und da sind die Listen von zwei Kindern lang und sehr verschieden), sondern auch ohne Speck, Schinken oder anderes "Bäh-Igitt-Zeug" kochen. So jongliere ich auf unseren vier Gasflammen manchmal 6 Töpfe für alle Varianten. Söhnlein Zwei schüttelt dazu nur den Kopf und meint: 'Brot mit Schokocreme passt für alle Mahlzeiten und macht nicht so viel Abwasch.' Auf seiner Mag-ich-Liste steht nur: Schokocremebrot, Schokocremebrot,Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot,Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot,Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot, Schokocremebrot, ... und erstaunlicher Weise Sauerkraut, Blumenkohl, Nudeln UND
WEISSWÜRSTE.

Während sich die Fleisch essende Fraktion der Familie also an Weißwürsten laben wollte,




entstand natürlich wieder einmal die Frage:

Was unserer Vegetarierin vorsetzen?

Im Supermarkt habe ich für die liebe Pubertierin mit ihrem Japan-Faible eine Nerven und Zeit schonende Köstlichkeit entdeckt, die sofort Begeisterung bei ihr auslöste. (Und bei mir auch, denn sie brauchte nur aus der Packung genommen und aufgetaut werden.)




Seit Wochen hält sie mir schon Vorträge, wie lecker Sushi wäre und wie gern sie einmal Sushi essen gehen würde. Ich weiß gar nicht, wo und wann sie bereits zuvor Sushi gegesssen hat. 
Auch wenn ich mich jetzt wohl als Essensbanause oute: Bisher hätte ich es wohl eher mit Rainald Grebe und den erwähnten Eltern im Lied "Reich mir mal den Rettich rüber" gehalten: "Roher Fisch auf kaltem Reis mit Algen – tun die doch in den Müll"

Sushi ist essbar! Wer hätte das gedacht?

Nach der Sushi-Box, deren Inhalt alle Weißwurstesser unbedingt kosten wollten, werden wir wohl doch einmal versuchen, Sushi für alle zuzubereiten. Töchterlein hat bestätigt, die sieben Teile darin waren echt lecker. (Ich habe an dem unten links genagt.) Aber als Familien-Futter sprengt die Box dann doch unser Budget. Dann lieber selber machen. Vielleicht als Ferienbegrüßungsmahl... bald, bald! "Nur" noch die Zeugnisse und Zeugnissesprüche fertig bekommen und ein Theaterstück spielen.

Und Söhnlein Zwei tönte nach der Verkostung. "Reis ess ich auch. Aber den Fisch könnt ihr für mich weglassen."