Sonntag, 7. Juli 2013

Auf den Weg machen

War es nicht erst vor Kurzem, dass unsere Pubertierin eingeschult wurde?
Mutig schritt sie als Erste unter dem geschwungenen Seidentuch hindurch auf ihre Klassenlehrerin zu. Acht Schuljahre sind seit dem vergangen. Die Klassenlehrerzeit  ist vorbei. Die Achtklassarbeit ist präsentiert, das Klassenspiel gespielt; noch einmal waren alle zusammen unterwegs, die Klassenlehrerin ist verabschiedet worden, ... 
Acht Schuljahre, nicht immer waren sie leicht für unser Töchterlein. 


Nun steht sie da mit einem erstaunlichen Selbstbewusstsein und einer großen Klarheit. Sie weiß, was sie will - wo es sie hin zieht. Sie hat ein beeindruckend klares Bild, was sie einmal studieren möchte und so gar wo. Hier zeigt sich wieder einmal ihre starke Willenskraft, die sie schon mit auf die Welt brachte. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie sich in Geburtssituationen oft Wesenhaftes offenbahrt, was einen Menschen sein ganzes Leben lang begleiten kann.

Für mich erst sehr überraschend stand ihr Entschluss im Raum, die Schule zu wechseln. Sie möchte auf ein Gymnasium mit Musikprofil. Und sie wäre nicht sie, wenn sie sich nicht ein bestimmtes ausgesucht hätte. Das Gespräch mit dem Rektor verlief sehr gut. Wir waren alle sehr angetan, vor allem aber unser Kind. So fiel es mir dann doch leichter, den Entschluss zu verdauen.

Die Einstufungsprüfungen erfolgen nun an einem anderen Gymnasium, weil die Gymnasien die verschiedene Altersstufen der Quereinsteiger untereinander aufgeteilt haben. Morgen beginnt eine spannende Woche. Jeden Tag hat sie eine schriftliche Prüfung. Ab Mittwoch kommen noch mündliche Prüfungen dazu.

Fleißig hat sie in den letzten Wochen gearbeitet, hat ihre Epochenhefte durchgesehen, sich Bücher herausgesucht und durchgearbeitet, Probearbeiten geschrieben, sich selbst benotet, ... Und sie hatte viel Freude daran.

Nun hoffe ich von ganzen Herzen, dass sie in dieser Woche ihren Mut, ihr Selbstbewusstsein und ihren Enthusiamus behält, (denn ich weiß sehr wohl, wie verschieden Schulen ticken können) und dass sie so erfolgreich ist, wie sie es sich wünscht.

Wenn ihr die Woche über einen Daumen übrig habt, könntet ihr ihn vielleicht für sie drücken.



Kommentare:

  1. Eine erstaunliche junge Dame, das ist beeindruckend, wenn man in dem Alter schon weiß was man möchte. Ich wünsche ganz viel Glück!!!! lg

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  2. Ja, natürlich halte ich die Daumen. Eine erfolgreiche Woche dann!!

    Beate

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  3. Liebe Nula,
    das berührt mich gerade sehr, denn meine ist in der Siebten, hat schon einen Lehrerwechsel in der Sechsten hinter sich, das Andere ist für nächstes Jahr nah. Ich kann so gut verstehen, dass dieser Schulwechsel Deinen Seelengarten stark beansprucht. Einerseits die Kraft, die aus Deinem Kind strömt, andererseits wünscht man sich die gesamte Palette der Waldorfschulzeit, wenn man sich das für sein Kinder "ausgesucht" hat. Ich lasse es aber auch immer frei, ob sie da bleiben wollen.
    Ich denke gerade über unsere Geburtserlebnisse nach. Diese Verbindung ist mir nah, aber ich habe bisher nicht genauer darüber nachgedacht. Kein Wunder, warum mein Leben so ist, wie es ist. Ich war eine Steißlage, geholt per Kaiserschnitt...
    Tochter hing irgenwann bei mir fest mit einer Schulter,... im Endeffekt alles gut. Da denke ich mich jetzt mal rein.
    Sohn war eine leichte Wasser-Geburt.
    Oh, das ist spannend.
    Danke für Deinen lieben Kommentar bei mir. Ich habe mich sehr gefreut!
    Ein toller Header mit wunderbaren Bildern aus Deinem Leben.
    Ich habe noch zwei Daumen frei und bin davon überzeugt, dass sich das Beste für sie ergeben wird.
    Alles Liebe,
    Roswitha

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  4. Liebe Nula,
    dein Header ist wirklich einmalig. Gefällt mir ausnehmend gut.
    Es ist immer gut, wenn man schon sehr früh weiß, was man will.
    Ich drücke beide Daumen. Es wird klappen - ganz bestimmt.
    Einen schönen Tag wünscht dir
    Irmi

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  5. Liebe Nula,
    ich wünsche deiner Tochter, dass sie erfolgreich den Weg beschreiten kann, den sie sich gewählt hat. Dass sie zufrieden und glücklich sein wird auf ihrer neuen Schule und auch dort Freunde findet.
    Ich kann mir vostellen, dass es nicht immer leicht ist ein Kind iehen zu lassen und einen anderen Weg beschreiten zu lassen, als man sich vielleicht gewünscht hat, aber ihr schafft das schon :)
    Liebe Grüße
    Steffi

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  6. Liebe Nula,
    wow, ich finde die Willensstärke und den Eifer deiner Tochter sehr,sehr beeindruckend!Also meine Daumen sind,ganz,ganz fest gedrückt!Alles Liebe für ihren weiteren Weg!Ganz viele, liebe Grüße,Petra

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  7. Hallo Nula!
    Ich drücke gerne die Daumen! Es ist so wunderbar, von dieser starken Persönlichkeit zu lesen, die weiß, was sie will. Das ist eine sehr kostbare Kraft, die da mitschwingt. Ich finde es überhaupt so schön, dass sie ihrer Liebe zur Musik und ihrem Talent folgt, und wünsche ganz fest, dass dann auch die Ausbildungs- und Berufswünsche in Erfüllung gehen!
    Gerade gestern begegnete ich einer etwa 60jährigen Frau, die mich anstrahlte beim Erzählen wie glücklich sie sei, endlich im Leben das gefunden zu haben, was sie erfüllt und freut und ihr sinnvoll erscheint: sie hat gerade eine Pranatherapie-Praxis eröffnet. Es gibt doch kaum Schöneres als Menschen, die ihren Weg gefunden haben! :)
    LG,
    Sybille

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  8. Alles, alles Liebe und Gute und alle positiven Gedanken der Welt für deine Tochter.Ich kenne das von meinen Kindern mittlerweile erwachsen :) Alle Däumchen sind gedrückt!!

    LG, Michaela

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  9. Liebe Nula,
    ich hoffe dein Töchterchen hatte viel Glück und
    alles hat so geklappt, wie sie sich es vorgestellt hat :-)
    Ich drücke auch noch ganz schnell die Daumen und hoffe
    alles wird super!
    Ganz viele liebe Grüße
    und ein tolles und sonniges Wochenende
    wünscht dir Urte

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  10. Liebe Nula, eine tolle Tochter hast du. Und ich bin ganz sicher, dass sie ihren Weg machen wird. Meine Damumen sind natürlich gedrückt, dass sich ihre Wünsche erfüllen.

    Mich berühren solche Geschichten im Augenblick ganz besonders, weil wir in den nächsten Monaten verschiedene Grundschulen anschauen und mit der Wahl auch die ersten Weichen für das Schulleben stellen müssen. Das macht mir irgendwie ein bisschen Angst. Man will ja nichts falsch entscheiden.

    Liebe Grüße von Kirstin

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