Samstag, 25. Juni 2016

Johanni-Stimmung

Es flammen auf den Bergen
Johannifeuerbrände
dem Jünger zum Gedächtnis
zur Sommersonnenwende...



Der Sommer war ja kurz vor Johanni noch fast nicht zu erahnen. Um so kraftvoller zeigte er sich dann gestern hier. Pralle Sonne, Temperaturen über 30°C und kein Lüftchen regte sich. Da war die Vormittagswanderung mit den Schulkindern auf den Berg zum Entzünden des Johanni-Feuers schon eine echte Herausforderung. Nach den vielen Regentagen waren Wald und Wiese aber immer noch sehr feucht und spendeten ein wenig Kühle.

Ich weiß nicht, ob ich ohne die eigenen Kinder und die Arbeit mit meinen Schulkindern den Jahreskreis so bewusst erleben und die Jahresfeste so feiern würde. So aber fühle ich mich gerade wirklich sehr in Johanni-Stimmung und genieße es, die Sommerwärme und die dadurch mögliche Seelenweite zu fühlen - auch wenn ein Gewitter heute Nacht schon wieder etwas Abkühlung gebracht hat. Ein Geschenk durch die Menschen, mit denen ich gerade bin. Die eigenen Kinder wachsen nun langsam heraus aus dem selbstverständlichen Mitleben der Jahresfeste und manches muss überdacht und neu gegriffen werden. Das habe wir sowohl Weihnachten als auch Ostern gemerkt. Auch hier Entwicklung, immer wieder Suchen, Probieren, Erfahrungen machen bis sich etwas - vielleicht nur für eine kurze Zeit- stimmig anfühlt. Aber das Feiern der Jahresfeste gibt Kraft. Lichtpunkte im vollen Alltagsgeschehen, dass nach unseren großen Veränderungen hier, immer noch - wenn auch jetzt zum Teil auf andere Weise - sehr,sehr gehaltvoll ist.



Ich liebe den Sommer. Ich genieße es, baden zu gehen, mich an Erdbeeren satt zu essen, kurze Nächte, Licht,... jetzt wäre ich gern im Norden. Aber noch sind 4 1/2 Wochen Schulzeit und in den Pfingstferien hatten wir uns ja den Ostseewind um die Nase wehen lassen. Davon zehre ich jetzt.


Kommentare:

  1. Mir fällt es schwer nach diesem bisherigen Sommerverlauf in Johannistimmung zu kommen. Dem Johanniskraut macht das hier wohl auch Probleme...
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Jung und verliebt saßen wir manches Mal bis zum Morgengrauen am Johnannisfeuer, dann zogen wir in eine Region, in der es diesen Brauch nicht gibt.
    herzlich Margot

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  3. Johanni-Stimmung, eine schöne Beschreibung für das, was wir erleben, erwarten dürfen. Das Erleben der Jahresfeste ändert sich auch bei uns mit dem Alter, der Kinder und des eigenen. Wachsen durch Veränderung gilt für viele Bereiche. Unsere Kinder werden groß. Deine auch, und wie wunderbar sie sich entwickeln.
    Gute Zeiten für dich, Birgit

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